Neu, günstig, behindertengerecht

Anzeige
Die Hamburger Blindenstiftung in Wandsbek-Gartenstadt Foto: rg

Hamburger Blindenstiftung und Lebenshilfe-Werk planen Millionen-Wohnprojekt für Jenfelder Au

Von Rainer Glitz
Jenfeld. „Wir wollen den Inklusionsgedanken voranbringen, deshalb bauen wir einen Wohnkomplex für Menschen mit und ohne Behinderungen“, erklärt Marc Thorwesten, Geschäftsführer der Hamburger Blindenstiftung (HBS) das Ziel. Die Stiftung hat dafür gemeinsam mit dem Lebenshilfe-Werk für Menschen mit geistiger Behinderung und dem Wohnungsverein Hamburg von 1902 eine Baugemeinschaft gegründet.

72 Wohnungen

Das 4.000 Quadratmeter große Grundstück bietet Platz für  insgesamt 72 Wohnungen. 19 davon sind Menschen mit Sehbeeinträchtigungen vorbehalten, darunter fünf Seniorenwohnungen. Der Wohnblock liegt mitten im geplanten Quartier Jenfelder Au, in der Nähe des künftigen Marktplatzes.
Gebaut werden sollen energieeffiziente, bezahlbare Sozialwohnungen und ein Gemeinschaftszentrum für die Bewohner und die Nachbarn. „Es soll ein Treffpunkt für das Quartier werden, der auch für kulturelle Veranstaltungen oder Familienfeste genutzt werden kann“, erläutert Thorwesten. Wichtig ist auch die enge Kooperation mit den Institutionen in Jenfeld, von der Stadtteilkonferenz bis zum Haus am See. Die Anhandgabe des Grundstücks an die Baugemeinschaft ist bereits erfolgt, die Baugenehmigung liegt vor, jetzt geht es an die detaillierte Planung. „Wir stehen Gewehr bei Fuss“, sagt der Geschäftsführer der Blindenstiftung. Eigentlich habe man Anfang des kommenden Jahres mit dem Neubau beginnen wollen. Doch unter anderem sorgte die Beseitigung alter Munition auf dem ehemaligen Kasernengelände für Verzögerungen.
Nun wird es wohl ein Jahr später losgehen, im Herbst 2015 könnte das Inklusionsprojekt fertig sein. Die Kosten liegen bei 2,5 bis 3 Millionen Euro, beantragt ist eine Förderung durch die Wohnungsbaukreditanstalt.
Die Jenfelder Au war für die Blindenstiftung ein glücklicher Zufall. Das Quartier hat per Bus eine recht gute Anbindung an die U-Bahn in Billstedt oder Wandsbek sowie die Regionalbahn in Tonndorf. Und: Es ist sowohl in der Nähe der Hauptverwaltung der Stiftung in Wandsbek-Gartenstadt, als auch des Internats am Südring am Stadtpark. Dort sollen blinde und sehbehinderte Schüler auf ein selbständiges Leben in einer eigenen Wohnung vorbereitet werden – vielleicht im Quartier Jenfelder Au.

Info: Die Hamburger Blindenstiftung (1830 gegründet) beschäftigt über 120 Mitarbeiter in der Betreuung und Pflege blinder und sehbehinderter Menschen. Sie ist Träger eines Internats in Winterhude, von Wohngruppen in Winterhude und St.Georg und einer Senioren Wohnpflegeeinrichtung in Wandsbek.
Anzeige
Anzeige
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.
Anzeige
Anzeige