Neue Brücke: Ja oder Nein?

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Die Bohlen der maroden Fußgängerbrücke sind schon abgebaut Foto: Ehrhorn

Was Wochenblatt-Leser dazu meinen. Mehrheit will Querung behalten

Bramfeld Mittlerweile hat der Landesbetrieb für Straßen, Brücken und Verkehr (LSBG) Fakten geschaffen und die Brücke am Bramfelder See fast abgebaut. Sie war schon lange marode und galt nicht mehr als sicher. Im Regionalausschuss, Donnerstag, 19. Februar, um 18 Uhr, im Großen Saal der Evangelisch-Lutherischen Kirchengemeinde Farmsen-Berne, soll der Wiederaufbau der Brücke Thema sein. Die Abgeordneten wollen sich mit Fragen der Notwendigkeit und einer möglichen Finanzierung beschäftigen. Denn der LSBG möchte keine Brücke mehr bauen. Das Wochenblatt hatte Leser nach Ihrer Meinung zur Brücke gefragt: Abriss, Sanierung oder Neubau? Die Zahl der eingegangenen Emails war überwältigend, wir bitten um Verständnis, dass wir nur Auszüge drucken. Alle Einsendungen wurden auch an der Regionalausschuss weitergeleitet. Die Mehrzahl war für den Erhalt respektive den Neubau.


Im Artikel steht, dass eine Seite des Geländers geflickt ist: diese Flickstelle ist schon sehr lange und nicht erst seit „gestern“. Wenn die Brücke tatsächlich aus Sicherheitsgründen nicht benutzbar wäre, hätte sie schon längst gesperrt und erneuert bzw. saniert werden müssen. Die Erneuerung der Brücke ist für mobilitätseingeschränkte Bürger aus Steilshoop und auch aus Bramfeld sehr wichtig. Sie ermöglicht die sogenannte „kleine Runde“ am See entlang.
Johanna Reidt

Meine Mutter ist 90 Jahre alt und geht sehr oft am Bramfelder See spazieren. Dadurch, dass die Brücke jetzt nicht mehr vorhanden ist, verlängert sich ihr Spazierweg sehr, wenn sie um den See gehen möchte. Sie kann also nicht mehr den „kleinen Rundweg“ gehen (Eingang von der „Mittelachse“ Steilshoop, links herum um den See und über die Brücke zurück) , sondern muss umdrehen und den gleichen Weg zurücklaufen. Ich denke, dass es viele ältere Menschen gibt, die es sich gerne selbst einteilen möchten, welchen Rundweg sie sich zumuten. Insofern plädiere ich für die Instandsetzung der Brücke.
Ute Diedrichs

Die Brücke muss umgehend entweder erneuert oder neu gebaut werden. Sie ist ein wesentlicher Bestandteil des Weges um den Bramfelder See. Gerade jetzt im Frühjahr sollte sie eigentlich schon fertig sein. Für ältere Leute ist diese Brücke sehr wichtig, da diese Menschen nicht den ganzen Rundweg von 2.950m schaffen. Diese Brücke passt sehr schön ins Landschaftsbild. Hauptbegründung der Notwendigkeit des Brückenbaus ist das sehr große Einzugsgebiet von Bürgern aus Steilshoop, Bramfeld, Fuhlsbüttel, Wellingsbüttel sowie Friedhofsbesuchern. Täglich erfreuen sich viele Menschen an diesem sehr schönen Naherholungsgebiet und diese Brücke gehört dazu. Ich hoffe sehr, dass sich hier wirklich kurzfristig etwas tut.
Peter Ungemach

Mit einiger Verwunderung habe ich den Artikel über die Brückensperrung am Bramfelder See gelesen. Da ist also für so ein Bauwerk im Naherholungsgebiet kein Geld da?! (...) Für eine Fahrradstraße in Harvestehude werden 1,5 Mio. € verpulvert, obwohl dort einer der schönsten Fahrradwege der Stadt vorhanden ist. Weitere solcher Beispiele gibt es sicherlich zuhauf hier in Hamburg. Und dann soll für so eine kleine Fußgängerbrücke kein Geld dasein?
Harald Roggemann

Wir wohnen am Bramfelder See, gehen dort sehr oft spazieren und möchten, dass es die Brücke weiterhin gibt. (...) Vielleicht besteht ja die Möglichkeit, die Brückenerneuerung von einem Sponsor bezahlen zu lassen oder finanzielle Unterstützung durch eine Organisation zu bekommen und dafür trägt die Brücke dann den Namen oder Werbung der Firma bzw. Organisation.
Familie Dahlmann-Liebenhagen und Hund Lenny

Ohne diese Brücke kann der See nur im Ganzen umrundet werden (ca. 3 km). Für ältere oder bewegungseingeschränkte Menschen ist dies häufig ein zu weiter Weg. Die Brücke lässt auch kürzere Wegstrecken im Naherholungsgebiet Bramfelder See zu. So kann dann z.B. nur der kleine Teil des Sees umrundet werden. Vielleicht ist es möglich, dass die Arbeiten von Alraune, Mook wat oder ähnlichen Einrichtungen verrichtet werden. Dies hält ggf. die Kosten im überschaubaren Rahmen.
S. Fricke-Sölch

Wir wohnen seit 40 Jahren in Bramfeld auf der Seite an der Fabriciusstrasse. Der Spaziergang um den See ist zu einer wichtigen Gewohnheit geworden. Mittlerweile sind wir über 70 Jahre alt und schaffen die „große Runde“ um den See nicht mehr. Wir finden den hinteren Teil des Sees als unattraktiv, da dann anstatt Waldcharakters schon die Bebauung dominiert. Für uns wäre kein Rundgang mehr möglich, der Rückweg müßte auf der Strecke des Hinwegs erfolgen, was den Spaziergang uninteressant machen würde.
Helga Bittkowski

Da geht bei vielen eine rote Lampe an. Wenn der LSBG hier aus Sicherheitsgründen eine Sperrung vorgenommen hat, ist das okay, ob Reparatur möglich oder Neubau nötig, sollte aber schnell und unbürokratisch geklärt werden. Das Ob dürfte bei uns in Hamburg, das sich eine Elbphilharmonie leisten kann, ja kein Problem sein.
Renate und Johann-Dietrich Lyncker

Schon vor zwei Jahren hatte ich auf die marode Brücke hingewiesen, weil ich sie täglich beim Spazierengehen mit meinem Hund gesehen hatte. Tage später hatte man die Brücke mittels Baken gesperrt. Fussgänger und Radfahrer, die nicht den kleinen Umweg machen wollten, schoben die Absperrung beiseite. Aus Richtung Fabriciusstrasse braucht man nur 20 Meter weiter gehen, und kann den kleinen Seeableger umrunden. Aber der Mensch ist ja Gewohnheitstier und geht immer denselben Weg. Man sollte die Brücke abreißen, wenn sie nicht verkehrssicher ist und auch keine mehr hinbauen.
Arnold Schott

Diese Brücke sollte aus „Gewohnheitsrecht“ erhalten bleiben und repariert/neu gebaut werden. (...) Sollte das Geld nicht genügend dafür vorhanden sein, wäre doch eine Idee durch Aufruf im Wochenblatt, dass finanziell gut dastehende Firmen vielleicht materielle Spenden leisten könnten.
S. Ermisch
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