Neue Hilfsangebote

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Thomas Krug (l.) und Jörg Rolfsmeier von den Gemeindepsychiatrischen Diensten Hamburg Nordost Foto: Glitz

Psychosoziales Angebot für den Stadtteil wird verbessert

Von Rainer Glitz
Jenfeld
Der rot geklinkerte Flachbau der SAGA in der Kreuzburger Straße 41a wirkt ein bisschen verloren zwischen den Hochhäusern. Drinnen riecht es nach frischer Farbe, ein Staubsauger steht noch im großen Hauptraum. Nebenan befinden sich ein Gruppen- und Beratungsraum sowie ein Büro, beide stehen noch leer. Dazu kommen eine volleingerichtete Küche und moderne Toiletten. „Wir hatten Jenfeld schon länger im Visier, jetzt hat sich einfach die richtige Gelegenheit geboten“, erklärt Thomas Krug, Geschäftsführer der Gemeindepsychiatrischen Dienste Hamburg Nordost GPD. Seit Beginn der 80-er Jahre bietet der Träger in verschiedenen Betriebsteilen wohnortnahe Unterstützung und Begleitung für psychisch kranke Menschen. Dazu kommt kostenlose Beratung für Menschen in schwierigen Lebenssituationen, auch Angehörige sind willkommen.

Aufgestockt


Derzeit bieten die GPD im Jenfelder Stadtteilbüro einmal die Woche für zwei Stunden eine Beratung an. „Dort waren wir nur Gast, jetzt bieten wir hier die ganze Bandbreite an“, sagt Geschäftsführer Krug, der die neue Einrichtung zunächst auch leiten wird. Es soll ein niedrigschwelliges Angebot sein, so nahe vor Ort wie möglich.
Denn einen Bedarf für eine solche Einrichtung in Jenfeld sehen die GPD auf jeden Fall. Neben Beratung, personenorientierter Begleitung und Unterstützung allein oder in Gruppen sollen die Menschen aus dem Quartier auch andere Probleme ansprechen können, etwa den drohenden Verlust der Wohnung. Dann sollen die sechs Mitarbeiter weitervermitteln. Sie alle sind übrigens erfahrene Psychologen, Sozialarbeiter oder Ergotherapeuten.
„Wer mag, kann auch einfach auf eine Tasse Kaffee vorbeikommen und reden“, so das Angebot von Thomas Krug. Am 4. Dezember soll es eine Einweihungsfeier für die ganze Nachbarschaft geben. Entsprechende Handzettel werden in Jenfeld verteilt. Flyer des neuen Angebotes sollen auch bei örtlichen Ärzten und Schulen ausgelegt werden. „Wir sind sehr an Kooperationen interessiert. Wir wollen ein Projekt für Kinder psychisch erkrankter Eltern aufbauen“, sagt Geschäftsführer Krug. Zunächst soll die neue Einrichtung in der Kreuzburger Straße wochentäglich drei bis vier Stunden öffnen. Je nach Nachfrage könnten die Zeiten ausgeweitet werden. Dabei sollen auch Wünsche und Ideen der Klienten mit einfließen. „Das wird laufen“, ist Krug überzeugt.
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