Neue Pläne

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Blick auf den Helmut-Steidl-Platz 2010. Da stand der alte Bahnhof noch.Foto: hbz

Dritte Diskussionsrunde um neuen Helmut-Steidl-Platz

Von Hubert Bätz
Rahlstedt. Am Donnerstag (27. September) vergangener Woche präsentierte das Bezirksamt Wandsbek die neuesten Pläne und Entwicklungen rund um den wichtigsten Rahlstedter Platz – dem Helmut-Steidl-Platz. Ziel ist es ja die gesamte Rahlstedter Fußgängerzone- Schweriner Straße, Helmut-Steidl-Platz, Rahlstedter Bahnhofstraße abschnittsweise so fit zu machen, da sie so attraktiv ist, u dass Rahlstedter sie schätzen. Vom Bezirksamt waren da- Bezirksamtsleiter Thomas Ritzenhoff- selbst Rahlstedter, Bernd Baumgarten , Dezernent für das Management des Öffentlichen Raumes, früher Regionalbeauftragter für Rahlstedt, sowie Jörg Bastaert von der Gartenbauabteilung Wandsbek zum Gymnasium Rahlstedt gekommen. Ansonsten waren unter den rund 150 Teilnehmern Lokal- und Bezirkspolitiker, Geschäftsleute, sowie zahlreiche Bürger. Nachdem Baumgarten den bisherigen Stand der Plandiskussion zusammengefasst hatte und erklärt hatte, startete die Diskussion recht rege. Sie wurde emotional sehr laut eröffnet von einem Oldenfelder Bürger, der anscheinend trotz Medienberichte nicht mitbekommen hatte, dass der bisherige Bahnhof Rahlstedt abgerissen worden war. Sein Vorwurf Rahlstedt opfert historische Gebäude und allgemeine Interessen zugunsten der wirtschaftlichen Interessen von Geschäftsleuten. Dem trat Ritzenhoff vehement entgegen, geduldig erklärte er , dass der Bahnhofsabriss von der Bahn selbst initiiert wurde, „weil hier Gleiserweiterungen geplant sind“. Im Übrigen bat er konstruktiv sich zu beteiligen, „und nicht wie andernorts, zum Beispiel beim Saseler Markt Planungen jahrelang tot zu diskutieren“. Im Folgenden ging man Schritt für Schritt einige wichtige Eckpunkte wie den Taxenstand, die Straße in der Mitte des Platzes, die neuen Bahnhofsarkaden, die Pflasterung und Grüngestaltung durch. Vieles der Planung ist aus den beiden vorherigen Planungsrunden bereits bekannt und festgelegt. So, dass es im Sommer 2013 spätestens losgehen soll, dass die Stadt insgesamt 525.000 Euro investieren will. Die nach Bürgerwünschen modifizierten Pläne sehen nach jetzigem Stand vor, dass die bisherige Straße in der Mitte des Platzes verschwinden soll, dass die jetzigen Taxistände in Absprache mit den Taxibetreibern und Planern stärker in Richtung der neuen Bahnhofsarkaden verlegt werden sollen - parallel zu den Gleisen. Hier gilt es, wie ein Einwurf eines Taxifahrers ergab, einige Details zu klären. Klar ist jedoch, wenn es auch einigen Autofahrern in der Diskussion nicht gefiel, dass der bisherige Autoverkehr vor dem Platz aus dem Schrankenweg in die Hagenower Straße geführt werden soll. Weitere bisherige Ergebnisse sind, dass von Doppeleiche am Eiscafé Dante herum von der Schweriner Straße aus bis vor die Bahnhofsarkaden alles neu gepflastert wird. Reste des alten intakten Pflasters sollen jedoch aus Spargründen und wegen des Kontrastes, so Baumgarten, ebenfalls weiterhin bleiben. Der ZOB Rahlstedt soll zum Helmut-Steidl-Platz hin geöffnet werden, so dass Fahrgäste nach ihrer Ankunft den Platz ebenerdig erreichen können. Interessant waren im Folgenden die Ausführungen von Herbert Wenzel, dem Investor der neuen Arkaden, die sich ja bereits im Bau befinden. Er erläuterte nicht nur Pläne, neueste Entwicklungen am Bau wie das im nächsten Monat angesetzte Richtfest, sondern auch seine künftig möglichen Investitionen am Platz. Wenzel, selbst Rahlstedter und früherer Lokalpolitiker: „Ich und mein Mitinvestor die Otto Wulff GmbH haben nun von der Bahn auch die in Erbpacht befindlichen an den früheren Bahnhof anschließende Ladenzeile erworben, damit können wir nach der jetzigen Fertigstellung der Arkaden baulich mit einem weiteren Gebäude anschließen. Dies wurde von einigen Bürgern positiv gesehen, da der bisherige Helmut-Steidl-Platz den Nachteil hat, dass er keinen richtigen architektonischen Abschluss, „keine kante hat“ (so ein Diskussionsteilnehmer). Die Rahlstedterin Sabine Wenzel, „mit dem Investor weder verwandt, noch sonst irgendwie verbandelt“ hatte sich schon länger mit der bisher unbefriedigenden Situation befasst, daher präsentierte die Architektin eine Planskizze mit einer möglichen Bebauung, „die diesen Platz wirklich zu einen Platz machen kann“. Wandsbeks Bezirksamtsleiter, aber auch Herbert Wenzel wollten diesen und andere Anstöße gerne mitnehmen. Nach einem Rückblick auf die noch nicht abgearbeiteten Themen der Gestaltung der Fußgängerzone Schweriner Straße- „Palmen und Neubepflanzung“ sowie einen „möglichen Blick in die Zukunft“ (Ritzenhoff) schloss die engagierte Diskussion, die neben der Gestaltung des Helmut-Steidl-Platzes wichtige Themen wie die Entwicklung Rahlstedts, Autoverkehr, Situation der Rahlstedter Geschäftsleute, Bausünden und Ortsplanung immer wieder gestreift hatte. Ritzenhoff erklärte am Ende zufrieden: „Die Planungen werden weitergehen, ich danke für die engagierte Diskussion, die viele Anregungen für die Wandsbeker Verwaltung und die Politik hier brachte“. (hbz)
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