Neue Pläne für Steilshooper Marktplatz

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Die Architekturskizze zeigt die künftige „Event- und Marktfläche“ am Schreyerring: vorn links ist das Aldi-Gebäude, dahinter der Eingang zum Einkaufszentrum Foto: TOPOTEK1 GmbH

Baumschutz verteuert das Projekt. Nachpflanzungen sind jedoch unklar

Von Michael Hertel
Steilshoop
Auf rund 70.000 Euro schätzt Thorsten Hohenstein (62), Leiter der Abteilung Straßen beim Bezirksamt Wandsbek, die Mehrkosten durch die Umplanung der Steilshooper Markt- und Eventfläche. Das Bezirksamt hatte offensichtlich mit noch höheren Zusatzkosten gerechnet. Bekannt wurde, dass zunächst rund 320.000 Euro zurückgestellt worden sind. Wie das Wochenblatt berichtete, plant das Bezirksamt im Rahmen des Projekts „Innovationsquartier Steilshoop“ seit langem den Umbau einer Fläche am Schreyerring zum Steilshooper Marktplatz. Gegen die in diesem Zusammenhang vorgesehenen Baumfällungen hatte es massiven Widerstand einer Bürgerinitiative gegeben, mit der das Bezirksamt schließlich einen Kompromiss aushandeln konnte. Nach den neuen Plänen, die dieser Tage in den zuständigen Ausschüssen vorgestellt werden, reduziert sich die Zahl der Baumfällungen von ursprünglich 117 auf 58. Von den derzeit noch 75 Parkplätzen auf der überplanten Fläche bleiben 66 erhalten. Die Änderungen betrafen laut Hohenstein vor allem die Leitungstrassen und die Regenentwässerung. Hohenstein: „Das war eine Herausforderung für uns.“ Die neue Marktfläche an und auf dem Schreyerring werde den Charakter einer verkehrsberuhigten Zone haben, erklärte der Abteilungsleiter. Noch vor Weihnachten soll die Ausschreibung starten, die Bäume fallen voraussichtlich im kommenden Winter. Die Frage der Nachpflanzung ist noch nicht endgültig geklärt. Laut Hohenstein ist es besonders schwierig, entsprechende Standorte zu finden. Bislang jedenfalls habe man erst Standorte für zwölf neue Bäume gefunden. Im Wandsbeker Sozialausschuss begrüßten alle Fraktionen den ausgehandelten Kompromiss um die Baumfällungen sowie die nun vorgelegten Pläne des Bezirksamtes. Nach Informationen des Wochenblatts wird der Umbau, der bis Ende 2018 realisiert werden soll, mehr als drei Millionen Euro kosten.
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1 Kommentar
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Bernhard Lang aus Steilshoop | 06.10.2016 | 07:51  
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