Neuer Roman über den Untergang der „Pamir“

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Autor Armin Peter und Ehefrau Waltraut leben noch heute in dem Haus, in dem Klaus-Diedrich Thorborg aufwuchs Foto: tel

Armin Peter aus Farmsen veröffentlicht neues Buch über die Katastrophe

Von Michael Hertel
Farmsen
Während mit der Viermastbark „Peking“ gerade einer der legendären „Flying P-Liner“ heimgeholt wurde, jährt sich das Unglück der „Pamir“ zum 60. Mal. Sie ging am 21. September 1957 rund 600 Seemeilen südwestlich der Azoren unter. Der Farmsener Kaufmann Armin Peter (77) hat diese Schiffskatastrophe jetzt in einem Roman verarbeitet. Ihn verbindet ein ganz persönliches, ja familiäres Verhältnis mit dem Ereignis, ist er doch seit 53 Jahren mit der Schwester von Klaus-Diedrich Thorborg († 18) verheiratet, der mit weiteren 79 von insgesamt 86 Mann Besatzung beim Untergang ums Leben kam. Auf der Titelseite des gebundenen 300-Seiten-Werkes sieht man das halb zertrümmerte Rettungsboot des „Passat“-Schwesterschiffes, in das sich nach Informationen eines überlebenden Zeugen der damalige Jungmann und Reeder-Sohn Thorborg beim Untergang zunächst hatte retten können. Erst zwei Tage später erlag er den Qualen der Erschöpfung. Das Rettungsboot kann übrigens bis heute in der Lübecker St. Jakobi Kirche besichtigt werden.

Aufarbeitung für Ehepaar Peter

Rund zwei Jahre lang arbeitete der frühere Kaufmann und Coop-Pressesprecher Armin Peter mit intensiver Recherche an seinem Buch, das für ihn und Ehefrau Waltraut (79) auch eine Form der Aufarbeitung darstellt. Denn die Katastrophe hat beider Leben nachhaltig beeinflusst. Der Vater des Verunglückten, der Farmsener Kapitän Heinrich Thorborg, hatte sich in der Nachkriegszeit mit Fleiß und Geschick eine kleine KüMo-Reederei aufgebaut und all seine Hoffnungen in den Sohn als Nachfolger gesetzt. Auch deshalb unternahm er alles, damit Klaus-Diedrich einen der begehrten Ausbildungsplätze auf dem frachtfahrenden Schulschiff bekam. Der Tod des Sohnes ließ Heinrich Thorborg († 49) verzweifeln. Er starb nur acht Monate nach seinem Sohn an Herzversagen. Auch die kleine Farmsener Reederei überlebte diese Schicksalsschläge nicht. Dieses dramatische Stück Schifffahrtsgeschichte wird im Buch „Die Pamir, der Kapitän und der Kadett“ äußerst detailreich und spannend aufgearbeitet. Autor Armin Peter, der unter dem Pseudonym „Pitt“ schreibt: „Die Personen sind real, aber die Handlung teils spekulativ. Deshalb ist es ein Roman geworden.“ Er ist im Buchhandel und im Internet zum Preis von 19,90 Euro erhältlich.
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