Neues Gehwege-Programm in Hamburg

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Statt zu sanieren wurde in Wandsbek lange Zeit nur vor Gefahrenstellen gewarnt Foto: tel

Startschuss fällt in Steilshooper Fritz-Flinte- und Edwin-Scharff-Ring

Von Michael Hertel
Steilshoop/Bramfeld
Holper – stolper – hingefallen: Mit der Qualität der Gehwege im Bezirk steht es nicht zum Besten (wie schon berichtet). Drastische Beispiele sind die Pillauer Straße, in der auf einer Länge von rund einem Kilometer 14 amtliche Schilder auf die Stolperfallen aufmerksam machen. Und direkt vorm Rathaus stolperte (wie berichtet) ausgerechnet die Ehefrau vom CDU-Bezirksabgeordneten Olaf Böttger, brach sich Arm und Fuß und will jetzt das Bezirksamt verklagen. Inzwischen wird im Bezirk aber mit einem „Programm für Nebenflächen“ (so heißen die Gehwege im Amtsdeutsch) gegengesteuert. Schon im Oktober fällt der Startschuss in Steilshoop. Thorsten Hohenstein (Leiter der Abteilung Straßen): „Uns holen jetzt die Versäumnisse früherer Zeiten ein. Wir tun unser Möglichstes, haben aber nur sehr begrenzte Ingenieurkapazitäten.“ Auf vier Kilometern zwischen Edwin-Scharff-Ring und Fritz-Flinte-Ring sollen die Gehwege saniert werden. Hohenstein plant eine Begehung mit Vertretern der Initiative gegen die Baumfällungen am Marktplatz, des Regionalausschusses und des Stadtteilbeirats. „Hier ist learning by doing angesagt. An jeder Stelle kann es zu einer individuellen Lösung kommen.“ Klar ist: Auch hier geht es im äußersten Fall um Baumfällungen. „Etwa 60 Bäume sind auffällig“, sagt der Behördenvertreter. Geplant ist, die Gehwegplatten in 40 bis 50-Meter-Abschnitten aufzunehmen. Das Ganze soll rund 900.000 Euro kosten und bis zum nächsten Frühjahr erledigt sein. CDU, Linke und Seniorenvertreter kritisierten im Regionalausschuss den derzeitigen Zustand der Gehwege. Anke Ehlers (Linke) sprach von Mangelverwaltung. Letztlich aber stimmten alle Parteien dem Nebenflächen-Programm zu.

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