Neues Team im Juze

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Das neue Team (v.l.): Markus Enzl, Kathrin Gericke, Torsten Niehus und Farida Rahmati. Foto: Glitz

Kooperation mit Otto-Hahn-Schule wird ausgeweitet

Von Rainer Glitz
Jenfeld. Ein Seil ist zwischen zwei Bäume gespannt. Eine Gruppe Schüler versucht, dieses Seil nur mit Hilfe eines Bretts zu überwinden, ohne es zu berühren. Eine knifflige Aufgabe, die nur durch Zusammenarbeit aller zu lösen ist. Kooperationsspiele dieser Art stehen im Mittelpunkt von
„Klamoti“. Klassen-Motivations-Training heißt das neue Projekt des Jugendzentrums Jenfeld offiziell: Ein Angebot für die 7. und 8. Klassen der benachbarten Otto-Hahn-Schule, einmal pro Woche zwei Stunden lang im Beisein des jeweiligen Lehrers.

Konflikte vermeiden

Lernziel: Miteinander reden, sich gegenseitig unterstützen und helfen, Konflikte vermeiden. „Das ist bisher sehr gut gelaufen“, sagt Markus Enzl, der sich besonders um das Projekt kümmert. Der Erzieher ist neu im Team von Torsten Niehus, dem Leiter des Jugendzentrums. Komplettiert wird die Mannschaft von Kathrin Gericke und Farida Rahmati. Die ist Muslimin, spricht Farsi und soll als Migrantin „einen anderen Kontakt zu den vielen jungen Afghanen herstellen“, wie Torsten Niehus erläutert. Fast 70 Prozent der Besucher sind Migranten.
Ab März stellt das Jugendzentrum Ausrüstung und Ausbilder für die Kletterwand der Otto-Hahn-Schule. Eine weitere Kooperation ist der Mittagsclub: Ab 13 Uhr ist für die Schüler geöffnet, sie können dann essen oder einfach Mittagspause außerhalb der Schule machen. Fortsetzung von Seite 1. Jenfeld. Bis zu 120 Jenfelder Schüler nutzen das Angebot – Tendenz steigend. „Wir machen klassische Kinder- und Jugendarbeit und kooperieren gern mit der Schule“, sagt Torsten Niehus. Die vom Senat festgesetzte Grenze von 25 Prozent in puncto Kooperation sei eigentlich schon erreicht. Wenn die Otto-Hahn-Schule erst Ganztagsschule sei, müssten sich die Politiker Gedanken über zusätzliche Angebote machen. Zu den ständigen Angeboten des Jugendzentrums Jenfeld zählen Ferienaktionen, Kickern, Fußball, Tischtennis oder Badminton drinnen und draußen sowie das Backhaus. In einem Holzofen können Brot und Pizza gebacken werden. Im Sommer soll das rote Backsteinhaus die Basis für den Außenbereich sein, dort wird ein Beach Club aufgebaut.

Neu: Flohmarkt für Jugendliche und Eltern

Die Räume des Jugendzentrums können auch für Feste und Feiern gemietet werden. „Wir wünschen uns eigentlich einen Ganztagesbetrieb. Vormittags zwischen 8 und 11 Uhr haben wir noch Platz für interessierte Gruppen“, sagt Leiter Niehus. Neu ist auch ein regelmäßiger Flohmarkt für Jugendliche und Eltern, nächster Termin: 7. April. Für Niehus und sein Team gilt jedenfalls: „Die Arbeit macht sehr viel Spaß, auch wenn man die Erfolge bei den Jugendlichen meist erst Jahre später sieht.“
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