„Nicht zeitgemäß“

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An 30 großen Kreuzungen im Bezirk Wandsbek gibt es Bettelampeln, die Linke will sie abschaffen Foto: rg

Automatische Grünphasen statt Bettelampeln gefordert

Von Rainer Glitz
Bezir
k Wandsbek An 30 großen Kreuzungen im Bezirk gibt es sogenannte Bettelampeln. Radfahrer und Fußgänger bekommen dort nicht automatisch mit den parallel fahrenden Autos grün, sondern müssen einen Taster drücken.
Betroffen sind unter anderem der Friedrich-Ebert-Damm, die Bramfelder Chaussee, die Rodigallee, die Wandsbeker Allee und die Wandsbeker Marktstraße.
Das geht aus einer kleinen Anfrage der Wandsbeker Bezirksfraktion der Partei Die Linke hervor. Die Verkehrsbehörde hält diese Anforderungsampeln für sinnvoll, wenn es an den Kreuzungen nur wenig Radfahrer und Fußgänger gibt.

„Symbol veralteter Verkehrspolitik“


„Diese Bettelampeln diskriminieren den Fuß- und Radverkehr. Sie sind ein Symbol einer veralteten Verkehrspolitik, sie wurden in Hamburg vom früheren CDU/Schill-Senat eingeführt, um den Autoverkehr zu bevorzugen“, sagt Günter Busse, der für die Linke im Ausschuss für Wirtschaft und Verkehr sitzt.
In den vergangenen fünf Jahren sei keine einzige Anlage umgerüstet worden, die Verkehrsbehörde beabsichtige dies auch in Zukunft nicht zu tun.
„Man sollte doch meinen, dass die vom SPD-Senat geführten Behörden heute etwas moderner denken und Fußgänger und Radfahrer als gleichberechtigte Verkehrsteilnehmer akzeptierten. Oder sind das nur Sonntagsreden?“, so Busse weiter. Bettelampeln widersprächen dem Ziel eines attraktiven, zügigen und sicheren Radverkehrs in Hamburg. Die Linke fordert, diese Ampeln abzuschaffen.
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1 Kommentar
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Rainer Stelling aus St. Georg | 27.01.2015 | 15:30  
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