„Nichts grundlegend Neues“

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Pastorin Hannegret Riepkes kann nicht erkennen, warum die Sanierung und Umbau des Kirchenschiffes günstiger als Abriss und Neubau ist. Riepkes: „Ich bin ja aber auch keine Fachfrau.“ Fotos: Kuchenbecker

Frohbotschaftskirche: Konzept der Bürgerinitiative überzeugt nicht

Von Nicole Kuchenbecker

Dulsberg. Die Stimmung war gespannt bei der Sondersitzung des Stadtteilbeirates auf dem Dulsberg. Schließlich stand ein mögliches Konzept zur Erhaltung der Frohbotschaftskirche auf der Tagesordnung. Doch das Ergebnis war dann doch eher lau: Eine Machbarkeitsstudie soll nun Alternativen bringen.
Die Bürgerinitiative zur Erhaltung der Frohbotschaftskirche hatte auf der Sondersitzung ihr Konzept vorgelegt. Architekt und Stadtplaner Roger Popp „konstruierte“ darin eine Alternative zu dem geplanten Kirchenabriss; eine die kostengünstiger sei, als ein Neubau. Das kann Pastorin Hannegret Riepkes allerdings nicht nachvollziehen. Riepkes: „Ich kann mir das nicht vorstellen. Aber ich bin ja auch keine Fachfrau.“ Und auch das „vorgestellte“ Trägermodell fand nur wenig Begeisterung bei den Pastorinnen. „Mir ist einfach nicht klar geworden, welchen Gewinn die Kirche durch ein Trägermodell hätte“, sagt Pastorin Maren Wichern auf Nachfrage.

Offene Fragen

Große Teile von Architekt Popps Konzept würden schon in einer Machbarkeitsstudie berücksichtigt, versichert Wichern weiter. Etwas grundlegend Neues hat sie aus der Präsentation nicht mitgenommen. Riepkes ergänzt: „Wichtige Fragen seien nur am Rande angesprochen worden.“ Immerhin arbeitet die Kirche schon mehr als 27 Jahren an Erhaltungs-Konzepten der Frohbotschaftskirche. Bislang aber erfolglos.

Machbarkeitsstudie

Eine Machbarkeitsstudie, die von der Kirche im September in Auftrag gegeben wurde, soll nun klären, wie das Gotteshaus doch noch gerettet werden kann. Sie soll Ende November fertig und schon im Dezember der Öffentlichkeit vorgestellt werden. Wichern: „Wir möchten sie gern zeitnah präsentieren, aber es hängt natürlich von ihrer Fertigstellung ab.“ Die Kirche setzt auch weiterhin auf Bürgerbeteiligung. „Wir wollen gut informieren und auch diskutieren“, so die Pastorin. Doch sie gibt zu bedenken: „Die letztendliche Entscheidung wird im Kirchenvorstand gefällt werden.“
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