Noch nichts entschieden

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Vier SPD-Bürgerschaftsabgeordnete sowie Bezirks- amtsleiter Thomas Ritzenhoff stellten sich den Fragen der Rahlstedter Foto: güb

Politiker sprachen mit Bürgern über Asyl-Unterkunft

Rahlstedt. Das Empfangskomitee stand schon bereit: Als die Rahlstedter SPD-Bürgerschaftsabgeordneten Ole Thorben Buschhüter, Eckehard Wysocki und Ulrike Hanneken-Deckert gemeinsam mit Andreas Dressel, SPD-Fraktionschef in der Bürgerschaft, auf dem DRK-Grundstück in der Rahlstedter Straße 8 erschinenen, warteten schon mehr als 30 Rahlstedter Bürger auf sie. Hintergrund: Auf dem Gelände sollen Asylbewerber untergebracht werden. Die Politiker waren auf einer Tour durch den Bezirk und hatten Amtsleiter Thomas Ritzenhoff mitgebracht.
„Wir wissen, dass Sie ihre Bedenken gegen die Pläne der Behörde für Arbeit, Soziales, Familie und Integration (BASFI) sowie des Bezirksamtes äußern wollen. Wir werden ihnen darauf antworten“, versprach Andreas Dressel im Namen seiner Abgeordnetenkollegen. „Als erstes kann ich Ihnen sagen, dass von 400 Zuwandern, die an diesem Ort in Rahlstedt untergebracht werden sollen, keine Rede sein kann. Es werden maximal 100 sein“, machte er deutlich.
Nur 100 Asylbewerber
„Wenn man die Größe des Grundstücks betrachtet, dann ist die Zahl 400 einfach zu hoch. 100 Zuwanderer müssen es sein, da erst ab dieser Zahl die BASFI für sie eine Betreuung vorsieht“, erklärte Ole Thorben Buschhüter. Die anwesenden Bürger wiesen mit Nachdruck daraufhin, dass Rahlstedt schon genug Problemgebiete habe, wo Inte­gration zu Konflikten führt.
Bezirksamtsleiter Ritzenhoff betonte: „Der Bezirk Wandsbek ist mit 410.000 Einwohnern Hamburgs größter Bezirk. Im Größenvergleich zu anderen Bezirken haben wir in Wandsbek in unseren Stadtteilen aber weniger Asylbewerber. Das ist eine Tatsache.“ Es sei noch nichts in Sachen Asylunterkunft in der Rahlstedter Straße 8 entschieden. Die BASFI und das Bezirksamt prüften die Situation. „Ob das Grundstück durch eine Tankstelle, die früher hier ihren Standort hatte, belastet ist, wird ebenfalls geprüft“, betonte der Bezirksamtsleiter.
Buschhüter antwortete auf die Vorwürfe der Bürger, sie würden zu wenig und zu spät informiert: „Ich verspreche Ihnen, sollte eine Entscheidung gefallen sein, dann werden wir sofort einen runden Tisch einrichten, damit alle Bürger; Verwaltung und Politiker gemeinsam beraten können, wie verfahren werden soll.“
Fazit der Diskussion am Rande des DRK-Grundstücks zwischen Bürgern, Politikern und dem Bezirksamtsleiter: Es wird zunächst die Prüfung durch die verantwortlichen Behörden abgewartet. Die Emotionen wurden ein wenig abgebaut. Das Misstrauen der Anwohner, dass Entscheidungen fallen werden, die nicht in ihrem Sinne sein werden, war für die Politiker aber weiterhin deutlich zu spüren. (güb)
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4 Kommentare
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Elke Noack aus Rahlstedt | 31.07.2013 | 17:02  
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Elke Noack aus Rahlstedt | 02.08.2013 | 20:06  
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Elke Noack aus Rahlstedt | 05.08.2013 | 18:07  
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Elke Noack aus Rahlstedt | 05.08.2013 | 18:10  
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