Notwendige Baumarbeiten

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Naturschutzwart Jörg Hartmann (l.) und Ralf Hohenstein von der Umweltbehörde beobachten die Baumarbeiten.Foto: rg

Umweltbehörde lässt am Höltigbaum Totholz entfernen

Von Rainer Glitz

Rahlstedt. Auf ratternden Ketten fährt ein großer, gelber Bagger langsam von einem Anhänger am „Haus der Wilden Weiden“ in Rahlstedt herunter. Der Fahrer lenkt das Ungetüm vorsichtig ins Naturschutzgebiet Höltigbaum.
Sein Ziel: Die alten Eichen am Weg entlang des Hundefreilaufgebietes. „Die Bäume hier sind 70 bis 80 Jahre alt“, erklärt Naturschutzwart Jörg Hartmann.
Und viele Äste sind abgestorben, sogar ganze Bäume sind tot. Genau diese Bäume nimmt der Spezialgreifer des Baggers ins Visier. Ein lautes Knacken, Laub fällt herunter, dann hat der Greifer das Holz im Griff und legt es wie mit einer Riesenhand vorsichtig ab. Das Holz wird später abgeholt, gehäckselt und in Kraftwerken verbrannt. „Wir wollen nicht nur die Wanderwege im Freizeitgelände sicher machen, sondern auch die alten Eichen retten“, sagt Ralf Hohenstein von der Behörde für Stadtentwicklung und Umwelt.

Eichen retten, Besucher schützen

Die Bäume brauchen Licht, deshalb werden beispielsweise Birken oder nicht einheimische Kirschbäume gefällt, die in der Nähe der Eichen stehen. Dabei macht der Bagger die grobe Arbeit, per Kettensäge wird dann nachgearbeitet.
„Viele Besucher verstehen nicht, dass wir ausgerechnet im Naturschutzgebiet Bäume fällen“, sagt Hohenstein.
Die Gefahr durch herabfallende Äste müsse aber regelmäßig beseitigt werden.
Dazu ist der Naturschutzwart Hartmann ständig unterwegs und sichtet den Baumbestand. Das Totholz wird nicht nur am Hundefreilaufgelände entfernt, sondern auch auf den Wegen Richtung Rückhaltebecken.
Dort sollen Pappeln gefällt werden. Drei bis vier Wochen werden die Arbeiten insgesamt dauern. Bis Ende des Jahres soll alles erledigt sein. Nur starker Wind könnte zu Verzögerungen führen.
Rund 15.000 Euro investiert die Behörde für Stadtentwicklung und Umwelt in die Wegesicherung in den Naturschutzgebieten Höltigbaum und Stellmoorer Tunneltal.
Die entstandenen Lücken werden nicht neu bepflanzt, sondern wachsen auf natürliche Weise wieder zu.
Zu den regelmäßigen Besuchern des Naturschutzgebietes Höltigbaum zählen übrigens auch die Kinder des Waldkindergartens „Wilde Waldtrolle“. Ihr gemütlicher Bauwagen steht unweit des Hauses der Wilden Weiden am Eichberg.
Die Kinder sind bei Wind und Wetter draußen und sollen den Naturschutzgedanken von früh auf lernen. Der im Sommer vergangenen Jahres eröffnete Waldkindergarten hat übrigens noch acht freie Plätze. (rg)
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