OHS braucht eine Mensa

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Zurzeit wird an der Otto-Hahn-Schule die Pausenhalle als provisorische Mensa genutzt. Fotos: Bätz

Schüler essen zurzeit in der Pausenhalle

Von Hubert Bätz

Wandsbek/Jenfeld. Vor dem Eingang zur Pausenhalle der Otto-Hahn-Schule (OHS) drängelt sich eine lange Schlange von Schülern. Es ist 12.30 Uhr. Die Zeit, in der hier Schulessen angeboten wird. Seit Schuljahresbeginn wird das von der in Steilshoop ansässigen Alraune gGmbH geliefert. 300 bis 350 Essen gehen zurzeit über die Theke. Das sind mehr als vor den Ferien, bei insgesamt 1470 Schüler gleichwohl wenig. Alle Schüler könnte die Schule aber ohnehin nicht versorgen, weil die zur Mensa umfunktionierte Pausenhalle nicht mehr Plätze bietet. Holger Halmschlag, der stellvertretende Schulleiter, bedauert das und sagt: „Wahrscheinlich könnte die Zahl der Essen auf bis zu 1000 oder mehr steigen, also bis zu zwei Drittel der Schüler abdecken, wenn die Bedingungen stimmen. Das beweisen andere Schulen in Wandsbek, zum Beispiel die Stadtteilschule Denksteinweg“.
An der OHS fehlt nicht nur eine Mensa, sondern auch eine sogenannte „Produktionsküche“, in der Essen selbst hergestellt oder nach einer Anlieferung wieder aufgewärmt und zubereitet werden könnte.
Einen Antrag auf eine Einrichtung und Finanzierung einer Produktionsküche hat die Schule bei der Schulbehörde gestellt, ebenso bemüht sie sich bei Schulbau Hamburg um eine räumliche Lösung. Dabei wird sie erheblich vom Elternrat unterstützt. Da die Schule bisher leider noch nichts von den Behörden hörte, ist vor Ort in der Ottto-Hahn-Schule Improvisations- und Organisationstalent gefragt. Im Winter und bei schlechten Wetter heißt dies, so Halmschlag: „Es müssen Klassenräume offen bleiben, die Pausenhalle ist dann nur Mensa, es muss entsprechend mehr Pausenaufsicht da sein.“
Der Jugendhilfe-Ausschuss der Wandsbeker Bezirksversammlung hat sich mehrfach mit dem Thema beschäftigt. Es ging um die Finanzierung von Schulessen, nötigen Räumen, Anbietern von Schulessen, Details wie Bezahlsysteme, oder Fragen, wie eine Diskriminierung von Schülern bei Schulessen (Essensmarken, Barzahlung oder anderer Bezahlsysteme) vermieden werden kann. Auch das Modell von „Verbundsystemen“ von Schulen beim Schulessen spielte der Ausschuss durch. Vergangene Woche besuchten die Politiker die OHS. Holger Halmschlag führte sie durch seine Schule und fasste zusammen: „Ich bin mir sicher, dass man alle Fragen rund um das Schulessen mit guten Willen lösen kann,aber für mich ist besonders wichtig, dass es langfristig eine gute Essensversorgung mit guter Qualität für unsere Schüler an der Otto-Hahn-Schule gibt!“
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