Olaf Scholz: „Ich komme von hier“

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Hamburgs Bürgermeister Olaf Scholz im Dialog mit den Meiendorfern Foto: Glitz

Hamburgs Erster Bürgermeister steht Bürgern in Meiendorf Rede und Antwort

Von Rainer Glitz
Meiendorf
Ein sichtlich gut gelaunter, stets lächelnder Olaf Scholz bahnt sich den Weg durch die prall gefüllte Aula am Schierenberg. „Ich komme von hier“, sagt der Erste Bürgermeister gleich zu Beginn. Er beginnt den Abend mit einem aktuellen Überblick zur Lage in Hamburg. Die Stadt wachse weiter, und damit auch die Wirtschaftskraft. Bald werde es in Hamburg eine Million Arbeitsplätze geben.

Nahverkehr ausbauen

„Wir müssen etwas dafür tun, dass es auch so bleibt“, sagt der SPD-Politiker. Soll heißen: Neue Gewerbeflächen, Büros und Gelder für die Forschung. „Wir setzen auf Innovation“, so Scholz. Und nennt die wichtigsten Herausforderungen: Bezahlbaren Wohnraum schaffen, weiterhin in Bildung investieren. Die Flüchtlingssituation habe sich entspannt, jetzt gehe es um Integration: „Jeder muss sich an die Regeln halten und seinen Lebensunterhalt selbst verdienen.“
Schließlich werde der Senat weiter Straßen sanieren und den Öffentlichen Nahverkehr ausbauen. Vor allem die S4 nennt Olaf Scholz: „Mit der S-Bahn wird das Leben in Rahlstedt noch attraktiver.“

Mehr emissionsfreie Busse

Ob er denn wirklich Kanzlerkandidat werden will, fragt dann ein Meiendorfer. „Die SPD wird eine kluge Entscheidung treffen“, so die knappe Antwort des Bürgermeisters. Es gebe in Rahlstedt immer noch kaputte Straßen, das Grün werde nicht gepflegt, moniert eine Frau. „Da müssen wir etwas tun. Wir können die jahrzehntelangen Versäumnisse aber nicht über Nacht aufholen“, so Olaf Scholz. Er erklärt, ab 2020 werde es in der Stadt nur noch emissionsfreie Busse geben. Sein nächster Dienstwagen werde zumindest einen Hybrid-Antrieb haben.

Gewerbegebiet in Großlohe

Die meisten Fragen aber ranken sich um das geplante Gewerbegebiet in Großlohe (das Wochenblatt berichtete). Es stimme nicht, dass es in Hamburg genug Gewerbeflächen gebe. Ein großes Problem für das Wachstum, betont Scholz: „Deshalb ist die Entscheidung wichtig für die Zukunft der Stadt“. Und deshalb habe der Senat auch den Bezirk angewiesen, den Bebauungsplan durchzuführen. „Sie dürfen uns keine böse Absicht unterstellen“, sagt er an die Initiative „Kein Rahlstedt 131“ gewandt. Und weiter: „Ich bin selbst in Großlohe zur Schule gegangen. Wir werden uns schon darum kümmern“.

Grün wird nicht zugebaut

Und keinesfalls werde in Großlohe und anderswo Grün zugebaut. Neue Parks und Flächen seien geplant, auch in Hamm, Horn und Billstedt. Damit endet der souveräne Auftritt des Ersten Bürgermeisters im Gymnasium Meiendorf. Geduldig beantwortet er noch weiter persönlich die Fragen der Menschen.
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4 Kommentare
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Jörn Napp aus Rahlstedt | 07.12.2016 | 20:14  
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Rainer Stelling aus St. Georg | 14.12.2016 | 10:13  
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Elke Noack aus Rahlstedt | 14.12.2016 | 17:34  
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Jörn Napp aus Rahlstedt | 16.12.2016 | 18:44  
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