Olaf Scholz macht Jenfelder Au zur Chefsache

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Bürgermeister Olaf Scholz (3.v.r.) am Modell der Jenfelder Au Foto: Glitz

Hamburgs Erster Bürgermeister besucht Großbaustelle. Wohnbauprojekt wird Stadtteil aufwerten

Von Rainer Glitz
Jenfeld
Immer wieder kam es zu Verzögerungen auf dem Baugelände der ehemaligen Lettow-Vorbeck-Kaserne, immer wieder wurde Kritik laut an der schleppenden Vermarktung der 35 Hektar großen Fläche. Jetzt hat Hamburgs Erster Bürgermeister Olaf Scholz das Wohnbauprojekt quasi zu Chefsache gemacht. Startpunkt der Baustellenbesichtigung war das Ausstellungsgebäude. Scholz ließ sich das Modell des künftigen Quartiers genau erklären. „Das ist sehr interessant, zumal ich ja nicht so ganz weit weg in Rahlstedt aufgewachsen bin“, sagte Olaf Scholz. Er betonte einmal mehr, wie wichtig bezahlbarer Wohnraum für Hamburg sei. Ohne solche Projekte werde man das Ziel von 10.000 neuen Wohnungen pro Jahr nicht erreichen. „Die Jenfelder Au wird sehr schön, sie wird auch den Stadtteil attraktiver machen“, so Scholz. Zu Fuß ging es dann auf das Gelände, auf dem die Bautätigkeit schon bald deutlich zunehmen wird. Vier neue Baufelder wurden gerade an Investoren verkauft. Anfang des kommenden Jahres sollen allein dort bis zu 480 Wohnungen entstehen. Zwei Drittel der gesamten Fläche sind damit vermarktet. Einer der neuen Investoren ist die Firma Meravis. „Wir bauen hier 120 Wohneinheiten“, erklärte Geschäftsführer Matthias Herter. Gebaut werden Reihenhäuser und Mietwohnungen, rund 35 Millionen Euro investiert Meravis. In zwei Jahren soll alles fertig sein. Rund 2.000 Menschen sollen auf der Jenfelder Au einmal in Eigentums- oder Mietwohnungen leben. Das neue Quartier soll viel Wasser und Grün bieten, dazu mit dem „Hamburg Water Cycle“ ein neues, innovatives Abwasserkonzept nutzen. Künftig soll Toilettenabwasser für die Energiegewinnung genutzt werden. „Eine große Leistung“, lobte Bürgermeister Olaf Scholz das Projekt abschließend. „Wir bekommen hier eine hohe Aufenthaltsqualität und viel Grün“, ergänzte Thomas Ritzenhoff, Leiter des Bezirksamtes Wandsbek. Die Erschließungsarbeiten hätten zwar gedauert, seien aber in einem Stück beendet worden. Das habe letztlich Kosten gespart, so Ritzenhoff: „Und jetzt geht es richtig los.“
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