Panne beim ersten Runden Tisch

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Der geplante Runde Tisch in Farmsen ist noch nicht vollständig. (vorne v. l.) Adolf Gellers, Bettina Prott, BASFI, Dennis Paustian-Döscher (Grüne), Vorsitzende des Regionalausschusses, Olaf Böttger (CDU), Marc Buttler (SPD), (hinten v. l.) Pastor Fehrs, Oliver Döscher (Grüne) und Heinz Plezia (SPD) waren bei der ersten Sitzung dabei Foto: hbz

Stadtteileinrichtungen bekamen keine Einladung

Von Marco Thielcke
Farmsen-Berne. Laut Tagesordnung sollte im Anschluss an den Regionalausschuss am vergangenen Donnerstag ein Runder Tisch erstmals über die Unterbringung von 318 Wohnungslosen und Asylbewerber in Farmsen diskutieren. Schnell war klar: Nicht alle Interessengruppen sind gekommen. Der Bürgerverein und andere Einrichtungen aus dem Stadtteil hatten keine Einladung erhalten. Laut Bezirksamt Wandsbek wurden die Einladungen per Post verschickt. Unklar ist, warum das Anschreiben an die Stadtteilkonferenz nicht zugestellt worden ist. Die Stadtteilkonferenz ihrerseits hätte die Einladung an die Einrichtungen im Stadtteil weiterleiten sollen.
Bürgerverein ohne Einladung
Hans-Otto Schurwanz, Vorsitzender des Bürgervereins Farmsen-Berne ist irritiert. „Das ist eine große Panne“, findet er. Der Bürgerverein war in der Debatte um die Unterkünfte in Farmsen sehr aktiv. „Wir werden uns weiterhin zu Wort melden und an künftigen Sitzungen teilnehmen“, kündigt Schurwanz an.
Dennis Paustian-Döscher, Vorsitzender des Regionalausschusses Bramfeld-Steilshoop-Farmsen-Berne sagt: „Da am vergangenen Donnerstag nicht alle Parteien vor Ort waren, wurde noch kein Vorsitzender gewählt. Der Runde Tisch ist in diesem Sinne noch nicht arbeitsfähig“, so Paustian-Döscher weiter.
Aus diesem Grund seien bei dem ersten Treffen nur grundlegende Fakten zwischen Sozialbehörde und dem Stadtteil ausgetauscht worden.
Erster Streitpunkt war die Betreuung der neuen Bewohner. Vertreter der Sozialbehörde (BASFI) betonten, dass auch in Farmsen der gängige Betreuungsschlüssel für Hamburg angewandt wird. Demnach kümmert sich ein Sozialarbeiter um 97 bedürftige Menschen. Vertreter aus dem Stadtteil forderten eine intensivere Betreuung. Auch die Frage, wer nach 16 Uhr, wenn die Sozialarbeiter Feierabend haben, für die Bewohner ansprechbar ist, blieb unbeantwortet. „Ein Nottelefon wäre eine Möglichkeit“, sagt Paustian-Döscher.
Olaf Böttger, CDU-Ortsvorsitzender in Farmsen, hat schon die nächste Sitzung im Blick. „Das zweite Treffen soll vor der Sommerpause stattfinden und längerfristig vorbereitet werden.“ Die Einladungen werden künftig von Böttger direkt an die Stadtteilkonferenz, bei der etwa 60 Einrichtungen vertreten sind, weitergeleitet. Seit 13. März leben rund 50 Personen in Haus fünf der Anlage von fördern und wohnen an der August-Krogmann-Straße. Bis Mitte Juli sollen alle 318 Asylbewerber, Flüchtlinge und Wohnungslose in Farmsen einziehen. (mt)
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