Parkplatz gesperrt

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Bezirksamt sagt: Hier sollen Wohnungen entstehen. Bauantrag ist aber noch nicht gestellt

Bezirksamt sagt: Hier sollen Wohnungen entstehen. Bauantrag ist aber noch nicht gestellt

Von Nicole Kuchenbecker
Wandsbek. Die Parkplatzsituation rund um die S- und U-Bahn-Stationen sind „angespannt“. Zu viele Autos, zu wenig Stellfläche. Und nun ist an der Pappelallee ein weiterer Park und Ride-Parkplatz (P+R) geschlossen worden.
Hinter dem Hotel Ibis Hamburg Wandsbek, direkt an der Pappelallee, konnten Fahrgäste der öffentlichen Verkehrsmittel einen kleinen, feinen Parkplatz nutzen. Kostenfrei versteht sich; einen, der durch ein P+R-Schild direkt an der Einfahrt zum hoteleigenen Parkplatz ausgeschildert ist. Doch seit dem 14. Januar ist dieser gesperrt.
Wer durch die lange Auffahrt des Hotels mit dem Wagen bis zum Ende durchfährt, steht seit gut zwei Wochen vor einem Bauzaun, der die Einfahrt zum Parkplatz versperrt. Zwei Parkverbotsschilder untersagen das Abstellen von Autos hier auf dem Platz.
Eine Nachfrage bei der P+R Betriebsgesellschaft ergab, dass die Gesellschaft gut 8000 Stellplätze für P+R in der Hansestadt verwaltet, allerdings nicht so „kleine“. „Wir haben 21 Anlagen“, sagt Jens Lang, Geschäftsführer der P+R Betriebsgesellschaft. Doch die seien alle viel größer. Richtige Parkhäuser mit 1000 Parkplätzen wie beispielsweise in Harburg. Allerdings gibt es gut 2000 P+R-Parkplätze, die noch in bezirklicher Verantwortung liegen. Manchmal bieten auch Privatpersonen auf ihren Grundstücken P+R-Parkmöglichkeiten an.
Wer einen Blick auf den HVV-Plan im Internet wirft und in der Übersicht „Wissenswertes für Autofahrer/P+R“ nachschaut, wird schnell einen ausgewiesenen P+R-Parkplatz in Wandsbek finden. Er hat 41 Stellplätze und ist über die Pappelallee erreichbar. Und sogar, wenn man über die Hamburg-Seite im Internet sucht, wird man fündig. Der P+R-Parkplatz ist nicht behindertenfreundlich und hat auch keine Frauenparkplätze. Dafür bietet er eigentlich durchgehende Öffnungszeiten und ist kostenfrei.
An der Einfahrt hängt noch das Hinweisschild zum kostenfreien Pendlerparkplatz. Es ist nicht verhüllt oder überklebt. Noch führt es Autofahrer in die Irre. Lockt zu einem Parkplatz, der bereits seit Wochen geschlossen ist.
Auf Nachfrage beim Bezirksamt Wandsbek erhielt das WochenBlatt die Auskunft, dass auf diesem Grundstück ein Wohnhaus entstehen soll. Einen Vorbescheid für den Neubau hat es bereits im Juli 2011 gegeben.
Doch ein Bauantrag ist bislang nicht gestellt worden. Nach ersten Planungen allerdings soll hier ein Gebäude mit sechs Geschossen sowie einem Staffelgeschoss parallel zur S-Bahn entstehen. Die Anzahl der Wohnungen steht allerdings noch nicht fest. Der Vorbescheid ist noch bis Juli 2013 gültig.
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