Pelikan landet auf Bramfelder See

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Exotischer Besuch: Ein Rötelpelikan am Bramfelder See Foto: Hertel

Vogel aus Tierpark Hagenbeck entflogen

Von Michael Hertel
Steilshoop/Bramfeld
Helga Gutzki traute ihren Augen kaum: Bei ihrer täglichen Walking-Runde um den Bramfelder See entdeckte die Steilshooper Rentnerin am Montag gegen 10 Uhr einen ausgewachsenen Pelikan. Das stattliche Tier hatte es sich zwischen mehreren Reihern auf einem Baumstamm knapp oberhalb der Wasserlinie gemütlich gemacht. Flugs lief sie nach Hause, um ihre Kamera zu holen. Anschließend informierte sie gleich das Wochenblatt. Freundlicherweise wartete der Pelikan und ließ sich – aus gebührender Entfernung zwar – von allen Seiten ablichten. Der Pelikan aus der Gattung der Wasservögel kommt fast überall auf der Welt vor, abgesehen von der Antarktis. In Hamburg allerdings lebt er vorzugsweise im Stadtteil Stellingen. Und die obligatorische Anfrage bei Hagenbeck ergab: „Ja, der Pelikan ist von uns“, bestätigte Pressesprecherin Eveline Düstersiek. „Wir haben zehn Rosapelikane und acht Rötelpelikane. Der von Ihnen gesichtete ist einer von unseren acht Rötelpelikanen.“ Diese, so heißt es, kommen vorzugsweise in Afrika und auf Madagaskar vor und sind gesellige Tiere. Das bedeutet, sie leben am liebsten unter ihresgleichen. „Dass mal einer ausbüxt, kommt gelegentlich vor.“ Vermutlich habe der junge unternehmunglustige Vogel, dessen Flügel leicht gestutzt sind, den starken Wind am Montag genutzt, um einen so weiten Ausflug zu unternehmen. Inzwischen ist der Pelikan aber wieder zurück in den Tierpark geflogen, wie Hagenbeck kurz vor Redaktionsschluss mitteilte. Sollte sich nochmal ein Exot aus dem Tierpark an den schönen Bramfelder See verirren, kann man unter 530 03 30 Bescheid sagen. Keinesfalls sollte man versuchen, das Tier selbst einzufangen, warnt Düstersiek.
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