Pfosten: Schick, aber gefährlich

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Gefährliche Poller: Radler Johann-Dietrich und Renate Lyncker alarmierten ProQuartier Foto: tel

Poller auf der neuen Mittelachse in Steilshoop vor allem bei Dämmerung kaum zu sehen

Steilshoop Hoppla, das wäre fast schief gegangen: Als das Rentner-Ehepaar Johann-Dietrich (89) und Renate Lyncker (82) neulich mit ihren Fahrrädern in der Dämmerung die neu gestaltete Mittelachse in Steilshoop entlangfuhr, wären sie um ein Haar an zwei tarnfarbenen Pollern gestrandet. Jeweils drei rund 1,50 Meter hohe schlanke Metallstangen stehen an den Übergängen der Mittelachse zu den kreuzenden Straßen, damit niemand auf die Idee kommt, mit seinem Pkw in den Radlern und Fußgängern vorbehaltenen breiten Weg einzubiegen.

„Aber die Stangen sind grau, Ton in Ton mit den Bodenplatten und bei Dunkelheit kaum zu erkennen. Das ist kreuzgefährlich“ Johann-Dietrich Lycker

„Aber die Stangen sind grau, Ton in Ton mit den Bodenplatten und bei Dunkelheit kaum zu erkennen. Das ist kreuzgefährlich“, meint Lyncker, wie seine Frau leidenschaftlicher Radler. Die Lynckers unterrichteten sofort Wilfried Ring vom Stadtmarketing-Büro ProQuartier, das die Umgestaltung der „Mitte Steilshoop“ inklusive der 1,6 Kilometer langen Mittelachse begleitet. Ring zum Wochenblatt: „Ich habe die Beschwerde sofort an die Bauleitung des zuständigen Planungsbüros weitergeleitet.“ Den Vorschlag der Lynckers, die Poller – wie an Feuerwehrzufahrten – rot-weiß abzusetzen, wollte Ring aber so nicht übernehmen. „Diese Poller haben ja nicht nur eine Sicherungsfunktion sondern erheben auch gestalterische Ansprüche. Die Planer werden sich schon etwas dabei gedacht haben. Da mische ich mich nicht ein.“ Einfache Lösungen gäbe es in der Tat, zum Beispiel die Poller (teilweise) weiß anstreichen oder Reflektoren anbringen. Ring hofft jedenfalls, dass die Bauleitung „bis Anfang Dezember reagiert, sonst werde ich noch mal nachfassen“. Bis dahin gilt für Radler in Steilshoop erhöhte Vorsicht, besonders im Dunkeln. (tel)
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