Pläne für den Vorplatz in Hamburg-Berne

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U-Bahn Berne: Neugestaltung für 300.000 Euro. Idee: Radhaus

Von Rainer Glitz
Hamburg. Der Fußweg am Kriegkamp ist gesperrt, die Fahrbahn in Richtung U-Bahnhof nach links verschwenkt. Große blaue Container wurden aufgestapelt, die behelfsmäßige Unterkunft für die Bauarbeiter in Berne.

Barrierefreier Umbau läuft

Bis zum kommenden Winter soll ein zusätzlicher Zugang zu den Gleisen mit Aufzug fertig sein. Rollstuhlfahrer oder Eltern mit Kinderwagen können dann besser in die U-Bahn steigen. Außerdem erneuert die Hochbahn die schon vorhandenen Orientierungshilfen für sehbehinderte Menschen. Doch damit nicht genug: Auch der Vorplatz am alten Zugang zur U 1 soll umgestaltet werden. Kosten: Rund 300.000 Euro, Baubeginn soll noch in diesem Jahr sein.

Uneinigkeit zu Sitz-Elementen

Die ersten Planungen wurden jetzt im Verkehrsausschuss der Wandsbeker Bezirksversammlung vorgestellt. Das Landschafts-Architekturbüro „Schöne Aussichten“ hat sich den Bereich am Berner Heerweg vorgenommen, zwischen Fahrradparkplätzen, Imbiss und Taxi- und Busspur.
Geplant ist ein einheitlicher Belag mit Streifenmuster bis zur Fußgänger- und Fahrradbrücke. Der Bereich soll offen gestaltet werden, auch weiterhin müssen viele Fahrräder untergebracht werden. Der Radweg käme demnach auf den Berner Heerweg, das alte Toilettenhäuschen soll einem Kiosk oder einem Fahrradhaus weichen.
Ein weiterer Vorschlag der Landschaftsarchitekten sind große Sitzelemente zwischen Bushaltestelle und Imbiss, die sowohl dekorativ als auch als eine Art Wegweiser in Richtung U-Bahn gedacht sind. Bei Befragungen vor Ort seien diese Vorschläge mit den Betroffenen in Berne abgestimmt worden. Doch an den Sitzelementen schieden sich die Geister im Verkehrsausschuss. Die Menschen wollten auf direktem Wege vom Bus zur U-Bahn, so die Hauptkritik der Bezirkspolitiker. In Rahlstedt seien ähnliche Elemente nicht angenommen worden, außerdem seien die zusätzlichen Sitzplätze eine Einladung an unerwünschte Alkohol-Konsumenten. Ein weiterer heißer Diskussionspunkt war die Weiterführung der Radfahrer über die U-Bahngleise. Sollten sie Vorrang bekommen oder die Fußgänger? Konflikte seien programmiert, waren sich Vertreter von SPD, CDU, Grünen und FDP einig. In Berne würden viele Sehbehinderte umsteigen, klare Strukturen seien umso wichtiger, wurde argumentiert. Der Verkehrsausschuss blieb deshalb dabei, dass der Radweg über die Brücke bleiben müsse. Die Sitzelemente sollten weg vom Imbiss in Richtung Berner Kreuzung platziert werden, so die einstimmige Empfehlung. (rg)
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