Pläne für Frohbotschaftskirche stehen

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Die Pastorinnen Maren Wichern (li.) und Hannegret Riepkes Foto: kg

Kita und Gemeindezentrum werden wie Würfel in die Kirche hineingebaut

Dulsberg Die Pläne sind ausgearbeitet, die Finanzierung steht: Mit den Umbauarbeiten an der Frohbotschaftskirche auf dem Straßburger Platz könnte es im kommenden Jahr losgehen. Nach gut zweijähriger Diskussion – zeitweilig stand gar der Abriss der Kirche im Raum – steht nun fest, dass das Kirchenschiff stehen bleibt und nur einige der umliegenden Gebäude abgerissen werden. Welche das sein sollen, das steht bisher noch nicht genau fest. „Der Neubau für Kita und Gemeindezentrum findet direkt im Inneren der Kirche statt“, erklärt Pastorin Maren Wichern die aktuellen Baupläne. So richtig vorstellen kann sich das bisher kaum jemand, aber bei einem Blick in die Kirche wird klar: Genug Platz gibt es hier auf jeden Fall.
Wie zwei große Würfel mit je zwei Etagen werden nun mitten in die Kirche die neuen Gebäude hineingebaut und sollen Raum bieten für die Kindertagesstätte, die dann auch endlich eine Krippe bekommen kann und für die Gemeinderäume, die mit einer Verbindungstür zum Altar hin somit auch weiterhin große Feiern ermöglichen können. Die Gottesdienste sollen auch in Zukunft im vorderen Teil der Kirche stattfinden, allerdings wird alles etwas flexibler: „Statt fester Bänke wird es Stühle geben, die dann je nach Besucherzahl aufgestockt werden können, die Orgel wird verkauft und vielleicht ein E-Piano angeschafft“, erklärt Pastorin Wichern ihre Vorstellungen für die Zukunft der Kirche. Das Taufbecken und der Altar könnten vielleicht sogar auf Rädern für die neue Situation beweglich gemacht werden. Durch große Fenster wird mehr Licht in die Kirche fallen und auch Kita und Gemeinderäume werden offen gestaltet.
Sowohl in der Breite als auch in der Höhe ist in der Kirche viel Luft, um die jetzt entstanden Ideen zum Neubau auch umzusetzen. Einschränken muss sich die Gemeinde auf dem Dulsberg im Neubau nicht. Alle laufenden Angebote bleiben bestehen. Der Flohmarkt erhält sogar einen extra Raum für den Verkauf, die Lebensmittelausgabe wird wahrscheinlich in die Kirche verlegt und durch den Abriss einiger der Bestandsgebäude erhält die Kita auch noch zusätzliche Grünflächen und einen Spielplatz. Doch wie finanziert sich dieser Umbau, der immerhin doppelt so teuer wird, wie ein kompletter Neubau? „Wir erhalten 48 Prozent Förderung aus unterschiedlichen Töpfen“, so Pastorin Wichern, die das Gesamtvolumen mit über sechs Millionen Euro angibt. „Die Hülle bleibt, alles andere wird neu gestaltet“, so der Ausblick auf die Frohbotschafts-Kirche, die schon Anfang 2018 bezugsfertig sein soll. Ein Kompromiss aus Erhalt und Neugestaltung, der zeigt, was bei guter Planung alles möglich ist. (kg)

- Öffentliche Vorstellung der Pläne am Dienstag, 16. Juni, 19 Uhr in der Kirche.
- Kleine Chronologie: Vorstellung der ersten Pläne Januar 2013, Prüfungsdauer zwei Jahre, Bauantrag stellen Sommer 2015, erhoffter Baubeginn 2016 im Frühjahr, Bauphase circa zwei Jahre, Kosten 6,1 Millionen, 48% gefördert, Rest tragen Kirche und Kita,
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