Pläne für Spitzbergenweg in Hamburg

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So sieht es zurzeit am Spitzbergenweg aus
 
Eine der Planungsvarianten für das Gelände zwischen Spitzbergenweg und Wildschwanbrook Grafik: petersen pörksen partner architekten + stadtplaner

120 Wohnungen und Fachmarkt: Investor stellt drei Varianten vor

Von Elke Grewe


Der Einkaufstreff in Meiendorf soll attraktiver gemacht werden – die Anwohner dürfen sich auf eine Belebung in ihrem Stadtteil freuen.

Die Zeiten scheinen in absehbarer Zukunft vorbei zu sein, dass der Einkaufstrefff (EKT) Spitzbergenweg in Meiendorf einer „Geistereinkaufsstadt“ gleicht. Die ersten konkreten Ideen zur Neugestaltung liegen vor. Der Edeka-Konzern und die Firma Profilia mit Sitz in Porta Westfalica planen eine längst überfällige bauliche Umgestaltung des Einkaufstreffs. In einer öffentlichen Präsentation wurden kürzlich die ersten Ideen zur Neugestaltung vorgestellt. Beifall von allen Seiten: Marlies Riebe, SPD-Bezirksabgeordnete aus Meiendorf sprach von einem „Anlass zur Freude“. Und auch die 23 Mitglieder der Interessengemeinschaft Einkaufstreff Spitzbergenweg sind von den neuen Plänen sehr angetan. Sie haben schon mit ihrem Sprecher Theo Karczewski durch Aktionen wie „open-air“- Kino und Flohmarkt versucht, den Einkaufsstandort zu beleben.

Dass das Einkaufszentrum „in die Jahre gekommen ist“, hat laut Marlies Riebe mehrere Gründe: „Unter anderem die konkursbedingte Schließung des Schlecker-Drogeriemarktes 2012 und der Umzug von Aldi in den Krögerhof.“ Ferner betont die SPD-Poliitkerin, dass sich das Einkaufsverhalten verändert hat: „Bevorzugt werden große Verbrauchermärkte angefahren, die auch ausreichend Stellplätze anbieten. Kleine Läden können die Mieten nicht erwirtschaften.“

Es wurden jetzt drei Varianten für den Umbau vorgestellt, die die bestehenden Defizite berücksichtigen sollen. Identisch ist bei allen Varianten die Zahl der Wohneinheiten (120), der Edeka-Markt mit ca. 3700 Quadratmetern Fläche, eine Drogerie mit ca. 780 Quadratmetern Fläche, ein Fachmarkt und zwei Shops. Ebenfalls alle Entwürfe berücksichtigen das Parken im Erdgeschoss (50 Stellplätze) und in der Tiefgarage (ca. 230 Plätze) und Grün- und Spielflächen für Kinder. „Die Unterschiede liegen grob gesagt in der Lage der Baukörper. Der Investor wurde aufgefordert, die Varianten so weiterzuentwickeln, dass sich bei den rechtwinkelig zum Spitzbergenweg hin stehenden Riegeln Abstufungen ergeben“, so Riebe.

Das Gesicht der Einkaufsmeile im Spitzbergenweg soll sich damit deutlich zum Positiven wandeln. Die Entwürfe haben sich im Vergleich zur ersten Vorstellung im Dezember 2013 entscheidend verbessert, so meinte der Planungsausschuss übereinstimmend.
Rahim Schabani, Besitzer der Post- und und Tabakladen
am Spitzbergenweg und Mitglied der Interessengemeinschaft bevorzugt von den drei Varianten eine gestaffelte Bauweise, die nach hinten höher wird. Schabani: „So entsteht kein wuchtiger Klotz und das Center passt auch optisch zum vierstöckigen Seniorenheim in der Nachbarschaft.“ Für den Ladenbesitzer ist ganz wichtig, wie beim Umbau die Übergangsphase geregelt wird. „Die kleinen Geschäfte müssen weiterlaufen, niemand der Mitarbeiter darf arbeitslos sein und die Anwohner müssen weiter ihre Adressen zum Einkaufen haben.“ Diese Übergansphase soll zirka ein Jahr dauern.
„Wir freuen uns, dass die unter anderem von der Interessengemeinschaft Einkaufstreff Spitzbergenweg und der Politik aufgebrachten Forderungen nach einer Qualitätsverbesserung durch Neubau von Seiten privater Investoren aufgenommen worden sind und wir nun in ein konkretes Planungsstadium eintreten, bei denen die Bürgerinnen und Bürger beteiligt sind“, meint Ole Thorben Buschhüter, SPD Abgeordneter für den Wahlkreis
Rahlstedt.
Die nächste öffentliche Plandiskussion ist kommende Woche. Dann folgt eine behördeninterne Abstimmung. Genaue zeitliche Angaben über die Fertigstellung des Projektes können in der
jetzigen Phase noch nicht gemacht werden. Fazit der SPD-Politikerin Marlies Riebe: „Wichtig ist aus meiner Sicht, dass bei dem neuen Einkaufstreff auch kleineren Einzelhändlern, wie dem Lotto- und Toto Laden Schabani oder dem bestehenden Friseurgeschäft, und andere, die es wünschen, eine reelle Chance einzuräumen, sich wiederanzusiedeln, damit die bestehenden Einzelhandelsbindungen auch in der Zukunft erhalten bleiben.“

Öffentliche Plandiskussion am Montag, 12. Mai, 18 Uhr, Schule Wildschwanbrook 9
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