Platz für die Kinder

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Mit einem selbst geschriebenen Lied überraschten die Vorschüler die Gäste beim Richtfest Foto: kg
 
Die Richtkrone weht über dem Neubau an der Grundschule Oppelner Straße Fotos: kg

Richtfest für 6,5 Millionen Euro Projekt an der Schule Oppelner Straße

Von Karen Grell
Jenfeld
Die Grundschule Oppelner Straße erhält ein komplett neues Schulgebäude, in das unter anderem die Klassenräume, die Hausmeisterwohnung und der Musikraum einziehen sollen.In der vergangenen Woche konnte die gesamte Schule zusammen mit Nachbarn und Gästen bereits das Richtfest für den 6,5 Millionen Euro teuren Neubau feiern. Das alte Foyer der Schule wird aber auch in Zukunft erhalten bleiben und als Eingang zum neuen Schulkomplex offen stehen. Aula und Mensa bleiben in der bisherigen Form bestehen. Die alte Turnhalle wird saniert. „Oft macht die Baustelle mehr Lärm als uns lieb ist“, so Schulleiterin Birgit Bartosch, aber die Vorfreude auf die neuen Räume mit viel Platz zum Lernen für die Kinder würde das auf jeden Fall wieder ausgleichen. Auch Schulsenator Ties Rabe war beim Richtfest dabei und erklärte die Gründe für die vielen Neubauten an Hamburger Schulen: „Während an anderen Orten die Schulen und Kitas leer stehen, hat Hamburg seit Jahren einen großen Zuwachs zu verzeichnen“, so Rabe. Genau deshalb brauche die Stadt auch mehr Wohnraum für junge Familien und somit auch mehr Schulen und Kitas. „Wer den ganzen Tag an der Schule verbringt, der will auch eine schöne Umgebung vorfinden und in der Mensa zu Mittag essen“, so Ties Rabe, der in seiner eigenen Grundschulzeit bereits um 12 Uhr Schulschluss hatte und auch nicht gern länger dort geblieben wäre.

Platz für freie Stunden


Was in früheren Zeiten also nur ein Ort zum Pauken war, soll heute Raum zum Wohlfühlen bieten und genug Platz, um auch die freien Stunden dort zu verbringen. In den vergangenen Jahren ist an vielen Hamburger Schulen aufgrund des Zuzuges von immer mehr Menschen vom Land in die Stadt, kräftig gebaut worden. Klassenräume fehlten und an vielen Schulen auch eine Mensa, in denen
die Schüler ihre Mahlzeiten einnehmen können. „Mit Beginn der Ganztagsschule hatten wir vermutet, dass höchstens die Hälfte aller Kinder auch den Nachmittag über an der Schule verbleiben werde“, erinnert Schulsenator Rabe, „Die Realität sieht jetzt aber anders aus. Von zehn Kindern bleiben acht bis neun an der Schule – und das den ganzen Tag über.“ Ties Rabe beschloss deshalb, zusammen mit dem Schulbau Hamburg „Gas zu geben und die alten Schulen zu sanieren“. Wo keine Reparaturen mehr möglich sind, werde neu gebaut. Die Schule Oppelner Straße mit 247 Kindern und 30 Lehrkräften erhält sogar eine Lehrküche, in der die Kids mithelfen können, wenn gekocht wird. Den Einzug ins neue Schulgebäude ist für den Zeitraum nach den Sommerferien geplant, wie es bei Baustellen aber nun einmal so ist, kann sich der genaue Termin auch noch in den Herbst hinein verschieben.

Schüler schrieben „Richtfest-Lied“


Die Schüler beobachten die Arbeiten jeden Tag und stellten beim Richtfest mit einem selbst geschriebenen Lied die Berufe vor, die sie auf der Baustelle entdecken konnten. Acht Strophen, ohne Hilfestellung von der Vorschulklasse vorgetragen, da ist der Schulsenator erstaunt: „So eine Leistung habe ich noch nie erlebt“. Clevere Kids brauchen wohl auch mehr Raum zum Lernen.
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