Plötzlich ist der Radweg weg…

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Unmittelbar vor dem Kitagebäude hört der Radweg auf Foto: Sichting

Umbau in der Hammer Straße zwingt Radfahrer zukünftig zum Absteigen

Von Mathias Sichting
Wandsbek
Die Baustelle in der Hammer Straße ist ein Mammutprojekt. Bis Ende 2018 wird die Straße mit einer Unterführung unter der Bahnstrecke Hamburg-Lübeck entlang geführt. Rad- und Fußgängerweg inklusive. Die Bahnübergänge fallen komplett weg.
Aktuell ist die Umbaumaßnahme bis zur Kita Luisito fortgeschritten. Der neue Fahrradweg scheint dort im Nichts zu verlaufen (Foto). Die Radfahrer werden aktuell gezwungen, auf den provisorischen Fußgängerweg auszuweichen. Dieser mutet durch die Wegeführung entlang der Baustelle allerdings eher wie ein Labyrinth an. Endet der Radweg dort endgültig? Müssen sich Radfahrer und Fußgänger in Zukunft ab der Hausnummer 36 einen Weg teilen? Das Wochenblatt hat mit dem Landesbetrieb Straßen, Brücken und Gewässer (LSBG) gesprochen und die aktuelle Radwegesituation rund um das 66 Millionen Euro teure Projekt unter die Lupe genommen.

Lücke an Hausecke


„Bereits im Planfeststellungsverfahren zur Aufhebung der Bahnübergänge in der Hammer Straße wurde diese Engstelle an der Hammer Straße 36 in Höhe der KiTa Luisito erkannt und auch in dieser Form in den Plänen dargestellt“, sagt Anabel Schnepf, Sprecherin des LSBG. „Der getrennte Geh- und Radweg endet vor der Hausecke und wird danach wieder aufgenommen. Da dort nicht genug Platz ist, werden auf diesem kurzen Stück der Radweg und der Gehweg wieder zusammengeführt.“
Sie weist darauf hin, dass bei einem so großen Projekt viele Randbedingungen und bauliche Gegebenheiten zu berücksichtigen sind. „In diesem Querschnitt der Hammer Straße musste auf der einen Seite die nördliche Gebäudeecke der KiTa berücksichtigt werden, die im Vergleich zu den angrenzenden Gebäudefassaden weit in den Straßenraum hinein reicht. Auf der anderen Seite sind hier auch die Belange aller Verkehrsteilnehmer mit ihrem jeweiligen Platzbedarf zu berücksichtigen.
Unter all diesen Randbedingungen und der zur Verfügung stehenden Verkehrsfläche, hat sich im Planungsprozess die nun vorliegende Lösung als die Vorzugsvariante ergeben“, so Schnepf. An dieser punktuellen „Einengung“ der Hammer Straße und des beiläufigen Fuß- und Radwegs wird also ein regelkonformer gemeinsamer Rad- und Gehweg mit einer Breite von 2,30 Meter entstehen. Schreiten die Bauarbeiten voran, werden Rad- und Fußweg hinter der Engstelle wieder getrennt und wie vor der Kita fortgeführt.
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