„Politik ist entschlossen“

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Marode Fahrbahn und ungeordnete Nebenflächen an der ehemaligen B 75 Foto: rg

Meiendorf: Anwohner diskutieren Pläne für Umbau von 800 Metern Straße

Von Rainer Glitz
Meiendorf
Schlaglöcher, eine bereits mehrfach geflickte Fahrbahndecke, ein unbefestigter Fuß- und Radweg, der bei Regen unter Wasser steht: Seit Jahren ist die Meiendorfer Straße zwischen der Kreuzung am Oldenfelder Stieg und der Wildgansstraße marode. Rund 23.000 Fahrzeuge nutzen die ehemalige
B 75 täglich, darunter vier Prozent Schwerlastverkehr. Der 800 Meter lange Abschnitt soll komplett neu gestaltet werden, spätestens im November 2018 soll alles fertig sein. Die entsprechenden Pläne stellte der Landesbetrieb Straßen, Brücken und Gewässer (LSBG) jetzt im überfüllten Bürgerhaus in Meiendorf vor. Fahrbahn, Rad- und Fußwege sollen die vorgeschriebene Breite bekommen. „Die Verkehrssicherheit für alle ist uns wichtig“, erläuterte Heinke Wiemer vom LSBG.

Keine Kosten für Anwohner


Und deshalb soll es künftig keine gemeinsame Nutzung der derzeit noch unbefestigten Nebenflächen durch Radfahrer und Fußgänger mehr geben. Aus Platzgründen schlägt der LSBG getrennte Rad- und Fußwege auf beiden Seiten vor, die an der Kreuzung in Oldenfelde und an der Wildgansstraße an die bestehenden Wege angeschlossen werden. Die 19 teils alten Bäume bleiben größtenteils erhalten, nur fünf werden gefällt und durch neun Neupflanzungen ersetzt. An mehreren Stellen werden Rad- und Gehweg unterbrochen und um besonders große Eichen und eine Linde herumgeführt. Die Bushaltestelle „Schneehuhnkamp“ wird 150 Meter Richtung City versetzt. Auch die Entwässerung wurde neu gestaltet: Statt offener Gräben wird das durch den Verkehr belastete Regenwasser in einen Kanal unter der Fahrbahn abgeleitet. In einem unterirdischen Rückhaltespeicher wird es gefiltert und zur Krögerstraße abgeleitet. „Für die Anwohner werden keine Kosten entstehen“, erklärte Heinke Wiemer unter dem Applaus des Publikums. Für Unmut sorgte die Verlegung der Bushaltestelle, und dass der Bus in Richtung Ahrensburg künftig auf der Straße halten soll. Auch der Erhalt der Bäume sorgte für Diskussionen, und schließlich die Parksituation an der Meiendorfer Straße. Rund 130 „wilde“, ungeordnete Parkplätze gibt es derzeit. Künftig werden es 52 geregelte sein.

Wenig Querungen in der Kritik


Einige Anwohner kritisierten, es gebe nach wie vor zu wenig Querungen über die vielbefahrene Straße. Der jetzt vorgestellte Plan setzt voraus, dass weitere Anlieger einen Teil ihrer Grundstücke an die Stadt verkaufen. Sonst gäbe es nur eine Variante ohne Bäume und Parkplätze. Der Rahlstedter SPD-Bürgerschaftsabgeordnete Ole Thorben Buschhüter appellierte deshalb an die Grundstücksbesitzer, Platz abzugeben. „Die Politik ist entschlossen zu bauen und das Geld liegt bereit“, betonte Buschhüter.
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