Politik will Nachbarschaftstreff unterstützen

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Der Nachbarschaftstreff Dulsberg bleibt geöffnet. Die Einrichtung kann auf Geld aus dem Bezirk hoffen. Foto: hfr

Hoffnung auf 40.000 Euro aus dem Quartiersfonds

Dulsberg. Der Rotstift der Politik bei den Einrichtungen auf dem Dulsberg war bereits im vergangenen Jahr heftig angesetzt worden. So konnte die Bildungsagentur im Stadtteil des Träger Mook wat e.V. nicht gerettet werden. Knapp 27 000 Euro fehlten. Das Projekt wurde abgewickelt. Jetzt rudert die Politik zurück: Denn neue Hoffnung scheint es für eine andere Anlaufstelle im Stadtteil zu geben. Der Nachbarschaftstreff Dulsberg darf nun auf einen finanziellen Geldregen aus dem Bezirk hoffen. Jeweils 20 000 Euro stehen für den Stadtteiltreff in diesem und im kommenden Jahr auf dem Spiel. Diese Summe könnte die Einrichtung der Kirchengemeinde Dulsberg jetzt aus dem Quartiersfonds von der Bürgerschaft erhalten. Michael Werner-Boelz, Vorsitzender der GRÜNEN Bezirksfraktion in Hamburg-Nord, kommentiert: „Wir unterstützen die Vorschläge des Bezirksamtes für den Nachbarschaftstreff Dulsberg und auch für die übrigen Stadtteil-Einrichtungen im Bezirk im Grundsatz.
„Wir freuen uns, dass die wichtige Arbeit verschiedener Institutionen vor Ort, nah an den Menschen im Quartier, weitergehen kann.“ Insgesamt werden dieses Jahr 240 000 Euro ausgeschüttet.
Aber die finanziellen Mittel aus dem neuen Quartiersfonds sind nur Tropfen auf dem heißen Stein. Die GRÜNEN warnen vor den finanziellen Problemen, die sich weiterhin abzeichnen: „Wir brauchen aber langfristig auch für diese Einrichtungen jährliche Anpassungszahlungen, die die Tariferhöhungen sowie die Inflation ausgleichen sowie insgesamt abgesicherte Finanzierungsmodelle.“
Für die Bildungsagentur kommt jede finanzielle Hilfe zu spät. Das Projekt, das sich mit der Integration von Anwohnern mit Migrations-Hintergrund in die Arbeitswelt beschäftigt hat, ist weitgehend abgewickelt.
Die Räumlichkeiten waren Ende Dezember an den Träger basis & woge e.V übergeben worden, die zwei Angestellten wurden entlassen. Für Jürgen Fiedler, Leiter der Bildungsagentur, ist das „sehr bedauerlich und nicht nachvollziehbar“. Immerhin konnte er mit seinem Team etwas im Stadtteil bewegen.
Doch in der Kirchengemeinde wird man aufatmen. Zumindest ein wenig. War der Nachbarschaftstreff doch von Einsparungen seitens der Politik 2014 von rund 41 000 Euro betroffen. Dies scheint nun abgemildert zu sein.
Das Pastorinnen-Duo Hannegret Riepkes und Maren Wichern ließen sich nicht von den angekündigten Sparplänen abschrecken – machten für „ihren“ Treff mit Protestaktionen mobil.
Der Nachbarschaftstreff in Dulsberg hat seit 1992 für viele Menschen eine große Bedeutung und ist eine Art „Lebensader“ für seine Besucher. (nk)
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