Polizei: Auch Rennradfahrer müssen den Radweg benutzen

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Radrennfahrer Niklas Leiß gibt im Gespräch mit Stadtteilpolizist Lawrenz freimütig zu, dass er auch häufig Radwege meidet Foto: güb
Rahlstedt. Wer kennt als Autofahrer nicht die Situation, dass vor ihm auf der Straße ein Rennradfahrer fährt, der statt dem daneben liegenden Radweg die Straße nutzt? Man drosselt als Autofahrer das Tempo, wartet bis man trotz Gegenverkehr überholen kann und schimpft dabei auf die Radler im Renndress, die die Verkehrsregeln missachten. „Dieses ist in der Tat so. Denn überall dort, wo am Beginn eines Radweges ein blaues Schild mit Hinweisen auf Radler und Fußgänger steht, muss laut Straßenverkehrsordnung der Radfahrer den Radweg nutzen. Beispielweise auch den Radweg, der von Großlohe Richtung Stapelfeld führt“, erklärt Polizeihauptkommissar Carsten Lawrenz, der für das Rahlstedter Polizeikommissariat 38 als Stadtteilpolizist in Großlohe tätig ist.
Er hat am Ortsrand von Großlohe Niklas Leiß angehalten, um ihn vor der Fahrt in Richtung Stapelfeld darauf hinzuweisen, dass der Radweg von Rahlstedt nach Stapelfeld auch für Rennradfahrer zu nutzen ist. Der Mann hält dagegen:„Unsere Räder haben besondere Felgen, die sehr empfindlich sind. Viele Radwege haben keinen einwandfreien Belag. Dadurch werden die Felgen unserer Räder beschädigt. Ich muss zugeben, dass ich auch häufig aus diesem Grund nicht auf Radwegen, sondern auf der Straße fahre.“
So wie er denken viele Radrennfahrer. Sie fahren manchmal auch in Gruppen auf der Straße und nehmen kaum Rücksicht auf den Autoverkehr, denn sie fahren nebeneinander und sind so beim Überholen ein großes Hindernis für die Autofahrer.


Hinweise geben

„Wir können sicherlich die Radfahrer, die keinen Radweg benutzen, obwohl es vorgeschrieben ist, auf ihr Fehlverhalten hinweisen. Damit gelingt es uns aber nicht, die grundsätzliche Einstellung der Radrennfahrer zu ändern, die wegen vermeintlicher Schäden an ihren Felgen immer wieder statt auf dem Radweg die Straße befahren“, erklärte Stadtteilpolizist Carsten Lawrenz. (güb)
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K. F. aus Barmbek | 23.07.2013 | 11:35  
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