Preis für Klaus Reese

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Klaus Reese, Leiter des Verkaufslagers der Möbelkiste, bedankt sich bei den ehrenamtlichen Helfern Foto: kg

„Möbelkiste“-Gründer wird mit Sozialpreis geehrt

Wandsbek Klaus Reese, Angestellter der Kinder- und Jugendhilfe Hamburg, hat in Eilbek die Möbelkiste ins Leben gerufen und damit für Menschen mit geringem Einkommen einen Ort erschaffen, an dem für wenig Geld gebrauchte und neuwertige Möbel gekauft werden können.
Eine tolle Idee, die gerade richtig kam in einer Zeit, in der Senioren mit kleinen Renten, Studenten, Alleinerziehende und Hartz IV Empfänger kaum genug Mittel besitzen, um sich zu ernähren und dann besonders die finanziellen Mittel für die Wohnung fehlen. „Wer aber schon sparsam leben muss, der soll sich trotzdem ein gemütliches Zuhause einrichten können“, meinte Klaus Reese, der bereits beim Aufbau einer Möbelkiste südlich der Elbe mitgewirkt hatte und nun auch in Eilbek zugriff, als vor genau einem Jahr eine alte Autowerkstatt in der Papenstraße ihre Räume aufgab. Für das Projekt Möbelkiste und das tolle Engagement erhalten Klaus Reese und sein Team jetzt den Sozialpreis der Bezirksversammlung (9.4., 18 Uhr, Bürgersaal, Am Alten Posthaus).

Viele Ehrenamtliche unterstützen die Möbelkiste


Angefangen hat es mit dem Gebrauchtwarenladen für ausrangierte Tische, Betten, Bilder, Schränke und Stühle „exakt bei null“, erinnern die Ehrenamtlichen, die hier täglich aushelfen.
Heute gibt es hier über 200 verschiedene Möbel-Stücke zur Auswahl. Als Leiter der Einrichtung steht Klaus Reese dennoch nicht immer gern im Vordergrund. „Ohne die vielen Ehrenamtlichen wäre die Arbeit doch gar nicht möglich“, betont er immer wieder. Natürlich muss er dafür sorgen, dass es im Team gut läuft und das ist oft eine Herausforderung für alle. Doch Klaus Reese ist von Natur aus gelassen, immer mit einem freundlichen Lächeln im Gesicht und, wie es scheint, kann er es fast jedem Recht machen, der in der Möbelkiste arbeitet. Punkten kann er vor allem durch seine Beständigkeit, seine Überzeugung, hier etwas Sinnvolles aufzubauen. Trotz der „etwas schwierigen lokalen Lage im Hinterhof“, wie es Reese ausdrückt, hat er Menschen in Bewegung gebracht, hat es geschafft, hier ausreichend Möbel für Bedürftige anzuhäufen, hat durch gezielte Werbung auf die Räume aufmerksam gemacht und bis heute einen ganzen Stamm an ehrenamtlichen Helfern, einschließlich zwei Bufdis zusammengetrommelt. Sogar einen kleinen Transporter hat er organisiert, mit dem die Möbel bei den Spendern abgeholt oder zu den Käufern gebracht werden können. Was er als Ausgleich für die viele Arbeit mache? „Ich tanze ganz gern“, verrät Klaus Reese.
Am 19. April von 11 bis 13 Uhr wird es einen Tag der offenen Tür mit Musik und Snacks geben. (kg)

Weitere Informationen: Möbelkiste
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