Rahlstedt ehrt Helden des Alltags

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Der „Runde Tisch“: Michael Stengel (v.l.), Regina Heyder, Claudia Fink-Cortun und Heike Peemöller Foto: Meyer

Umwelt- und Sozialpreis an „Aktive Pause“ und „Runden Tisch“ vergeben

Von Reinhard Meyer
Rahlstedt
Auf zwei Initiativen verteilt sich der Umwelt- und Sozialpreis 2015 des Regionalausschusses Rahlstedt. Mit je 200 Euro wurden die „Aktive Pause“ und der „Runde Tisch Rahlstedt“ zu Beginn der Sitzung des Gremiums in der vergangenen Woche ausgezeichnet. „Mit Ihrem selbstlosen Engagement schenken sie den Kindern viel Lebensfreude“, sagte Marlies Riebe, Vorsitzende des Regionalausschusses Rahlstedt in ihrer Laudatio für die Elterninitiative „Aktive Pause“ von der Grundschule Wildschwanbrook. Die Eltern der Schüler stellen Spielgeräte, wie Fahrräder, Bälle, Roller und andere Dinge zur Verfügung, mit denen die Dritt- und Viertklässler in den Pausen spielen können. Hervorgegangen ist die „Aktive Pause“ aus dem Bestreben von Elternrat und Schulverein, Projekte für die Kinder zu organisieren. Die Leitung des Ganzen liegt in den Händen von Nicole Olivier und Schulleiter Sascha Luhn. Sie nahmen beide die Auszeichnung im Sitzungssaal des Rahlstedter Dienstgebäudes von Riebe, entgegen. „Der Elternrat wird über die Verwendung des Preisgeldes für die Aktive Pause entscheiden“, so Olivier.

„Das frühe Vorbild in Sachen Integration“


Der zweite Preisträger, der „Runde Tisch Rahlstedt“, wurde für sein ehrenamtliches Engagement in der Flüchtlingshilfe ausgezeichnet. Die Kirchengemeinde Alt-Rahlstedt und die Markus-Kirchengemeinde hatten 2014 die Initiative ins Leben gerufen. Damals entstand die Flüchtlingsunterkunft „Das Gelbe Dorf“ an der Rahlstedter Straße. Gegen anfängliche Widerstände und Proteste in der Bevölkerung im Zusammenhang mit der Flüchtlingsunterkunft setzten die mehr als 60 ehrenamtlichen Helfer erfolgreich auf eine Willkommenskultur und auf Hilfe zur Integration, schufen Projekte wie Fahrradwerkstatt und Kleiderkammer, und sorgten außerdem dafür, dass die Bevölkerung positiv dem „Gelben Dorf“ entgegentrat. „Die Akzeptanz des ,Gelben Dorfes‘, das friedliche Miteinander hier in Rahlstedt ist zum großen Teil das Verdienst des „Runden Tisches“, betonte Marlies Riebe und fügte hinzu: „Sie sind damit zum frühen Vorbild für ähnliche Initiativen in der Region geworden“. Lokale Blätter, der NDR und „Die Zeit“ hatten das „Gelbe Dorf“ als Vorzeigeprojekt gewürdigt. „Wir danken für den Preis, er gilt allen ehrenamtlichen Helfern“, sagte Michael Stengel, einer der Initiatoren des „Runden Tisches“. Dazu Regina Heyder: „Das Preisgeld wird für die weitere Finanzierung der Flüchtlingsarbeit verwendet werden.“ Die Wahl der Preisträger im Regionalausschuss Rahlstedt erfolgt immer einstimmig.
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