Rahlstedter Bürgerverein plant Stadtteilzentrum

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Das Gemeindehaus der Altrahlstedter Kirche Foto: Meyer

Das Interesse im Stadtteil ist groß, viele engagierte Bürger wollen helfen. Jenfeld-Haus, Brakula und Kulturschloss Wandsbek sind Vorbilder

Von Reinhard Meyer
Rahlstedt
„Das Stadtteilzentrum sollte Angebote für Familien bereithalten“, so Katharina Fährmann. Und weiter: „Ein solches Zentrum fehlt in der Mitte Rahlstedts. Ich bin bereit, bei diesem Projekt ehrenamtlich mitzuarbeiten.“ Volker Sieg vom TSV Hohenhorst: „Ein solches Vorhaben werde ich mit aller Kraft unterstützen.“ Diese positiven Äußerungen entsprachen der Stimmung beim Info- und Werbeabend des Vereins „Stadtteilzentrum Rahlstedt“ im Gemeindesaal der Kirchengemeinde Alt-Rahlstedt. Günter Frank skizzierte als Vorsitzender programmatische Überlegungen der künftigen Einrichtung: Sie müsse Vereinen und Einzelpersonen Räumlichkeiten bieten. Ebenso wichtig: Angebote für Familien und Senioren wie auch zu Themen wie Bildung, Soziales, Gesundheit, Kultur und Sport. Gewünscht werden auch die Unterbringung des Liliencronzimmers und des Heimatmuseums im neuen Zentrum und – ein Bistro.

Politik soll finanziell helfen

Von Politik und Bürgerschaft forderte Frank für Rahlstedt mit 86.000 Einwohnern die Einstellung von Mitteln für dies Projekt in den Haushalt. „Brakula“ und Kulturschloss Wandsbek würden auch so gefördert. Auf Bitten von Günter Frank berichtete Olaf Schweppe, Geschäftsführer, über die Erfahrungen beim schwierigen Aufbau des Jenfeld-Hauses, über Finanz- und Nutzungsfragen. Er riet zum behutsamen Aufbau einer Geschäftsstelle. Ehrenamtliche Leistungen müssten verpflichtend sein.

Jenfeld-Haus als Vorbild

Das Jenfeld-Haus habe seine Rolle im Stadtteil gefunden, zählt 60.000 Besucher im Jahr. Für Frank ein Beispiel, wie die Entwicklung des Stadtteilzentrums in Rahlstedt aussehen könnte – dies sei jetzt aber „Zukunftsmusik“. In der Diskussion wurden Fragen wie nach der Stellung von Vereinen im Trägerverein und nach der Verantwortung für die Programmgestaltung gestellt. Pastor Christian Reinhart von der Kirchengemeinde Alt-Rahlstedt wies darauf hin, dass die Verfügung seiner Gemeinde über Gemeindehaus mit Grundstück von September an auf den Kirchengemeindeverband Rahlstedt als Eigentümer übergeht. Der Kirchenkreis Hamburg-Ost habe hier ein Mitspracherecht. Frank möchte mit dem Kirchengemeindeverband Rahlstedt so schnell wie möglich in ernsthafte Gespräche eintreten, um die Nutzung des Gemeindehauses mit Um- und Zusatzbauten zu erträglichen Bedingungen zu vereinbaren. Auf den Kirchengemeindeverband Rahlstedt komme damit eine große Verantwortung für Rahlstedt zu. „Dies ist ein ernsthafter Versuch für ein Stadtteilzentrum Rahlstedt, der alle Unterstützung verdient“, so Hans Schuy, Vorsitzender des Bürgervereins Oldenfelde.

Anfragen per E-Mail an guenter.frank@hamburg.de
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