Raum für Religion und Kultur

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In der Runde wird erzählt, und gefragt und das religiöse und kulturelle Anschauungsmaterial hilft dabei.

Neues Unterrichtskonzept an der Schule am Eichtalpark

Von Karen Grell
Wandsbek. Die Schule am Eichtalpark hat einen Lebens-Raum bekommen, der von den Schülern selber gestaltet wird. Christina Birkner, die Koordinatorin des Projektes, stellte jetzt anlässlich der Eröffnung des Raumes, das Konzept vor. 75 Prozent der Schüler bringen einen Migrationshintergrund mit und genau das sei auch Anlass für ein Klassenzimmer, in dem das Leben in anderen Ländern zu einem richtigen Lernfach wird.

Neues Konzept

Kulturen verstehen, akzeptieren und von ihnen das Erfahren, was zunächst fremd erscheint, bringt neue Perspektiven für alle Schüler und einen besseren Zusammenhalt untereinander. Wo sonst der Alltag oft von Gewalt und Problemen geprägt war, hat sich die Situation erheblich verbessert, seit es das neue Unterrichtskonzept gibt. Die Schüler sind begeistert von ihrem Lebens-Raum, in dem es religiöses und kulturelles Anschauungsmaterial gibt, ein Buddha in der Mitte des Raumes steht und die Kinder erfahren, welche unterschiedlichen Traditionen es in anderen Kulturen gibt.

Respektvolles
Miteinander

Bei vielen Schülern, die nun der gebunden Ganztagsschule angehören, ist ein respektvolles Miteinander die Voraussetzung für gutes Lernen. Mit dem Lebens-Raum ist an dieser Grundschule ein Konzept entstanden, das nicht nur Theorie vermittelt, sondern auch ganz praxisorientiert versucht, Probleme abzubauen und ein harmonisches Miteinander zu fördern. „Den Koran hält man immer direkt vor der Brust“, erzählen die Schüler während des sozialen Lernfaches und mit der Bibel soll das jetzt genauso gemacht werden, haben die Kinder beschlossen. Welche Bedeutung der Buddha hat, dass es auch Kinder gibt, deren Lieblingsessen nicht die Fischstäbchen sind, und wie man respektvoll mit seinen Klassenkameraden umgehen kann, auch dann, wenn man ihr Verhalten zunächst nur schwer versteht, das wird ab sofort in der Schule am Eichtalpark unterrichtet. Noten gibt es natürlich keine für das gegenseitige Kennenlernen, dafür aber ganz sicher ein besseres Klima in den Klassen und vielleicht auch ein paar neue Freunde. Lehrer und Schüler freuen sich auf ihren neuen Raum, in dem man für das Leben lernen kann.
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1 Kommentar
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Elke Noack aus Rahlstedt | 29.11.2012 | 09:25  
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