Refugium für Stressgeplagte

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Blütenpracht und Säuleneichen Foto: je
 
Helge Masch: Je mehr wir den Blumen und Büschen, die hier wachsen sollen, die Chance geben, sich auszubreiten, desto weniger Möglichkeiten hat das Unkraut, sich hier anzusiedeln Foto: je

Der Besuch im Botanischen Sondergarten ist erholsam wie ein Kurzurlaub

Von Martin Jenssen
Wandsbek
Kurzurlaub in einem paradiesischen Park. Mitten in Wandsbek ist das möglich. Der Botanische Sondergarten lädt ein zum Durchatmen. Ein Zaubergarten, der mit Sicherheit gestresste Geschäftsleute, genervte Mütter oder geplagte Schüler beruhigt. Bei einem Spaziergang durch Wiesen und Gartenanlagen mit einheimischen Blumen, vorbei an tropischen Bananenstauden und Palmen, können Spaziergänger die Wandsbeker Natur genießen und die von Technik geprägte Alltagswelt vergessen.
Auch wenn der Garten kein „Riese“ unter den botanischen Gärten ist, so wachsen auf der 1,5 Hektar großen Fläche gigantisch viele verschiedene Blumen, Büsche und Bäume. Drei Gärtner sind für die Betreuung der gesamten Anlage zuständig.

„Je mehr wir den Blumen und Büschen, die hier wachsen sollen, die Chance geben, sich auszubreiten, desto weniger Möglichkeiten hat das Unkraut, sich hier anzusiedeln.“ Helge Masch

Damit ihnen die Arbeit nicht über den Kopf wächst, überlassen die Fachleute den „eleganten“ Pflanzen des Gartens die Bekämpfung des Unkrauts. „Je mehr wir den Blumen und Büschen, die hier wachsen sollen, die Chance geben, sich auszubreiten, umso weniger Möglichkeiten hat das Unkraut, sich hier anzusiedeln“, sagt Helge Masch, gärtnerischer Chef im Botanischen Sondergarten. Unterstützt werden die Gärtner von ehrenamtlichen Mitarbeitern, die bei der Pflege der wunderschönen Anlage helfen.
Was genau wünschen sich unsere Blumen? Diese Fragen stellen sich die Gärtner sehr genau, bevor sie neue Flächen im Park bepflanzen. So schaffen sie optimale Lebensbedingungen für ihre Gewächse. Die Pflanzen danken es mit einer üppigen Blütenpracht und durch optimale Ausbreitung. Auf den zwischen Büschen und unter Bäumen versteckten Bänken und Holzsesseln finden auch die Besucher des Parks perfekte Erholungsmöglichkeiten.
Doch nicht nur zur Entspannung dient der Botanische Sondergarten. Das ganze Jahr über werden hier Veranstaltungen für Erwachsene, Jugendliche und Kinder über „Gartenwissen“ angeboten. Experten informieren über Giftpflanzen, Unkrautbekämpfung, Stecklingsvermehrung und das Veredeln von Rosen. Im Gewächshaus erfahren interessierte Besucher Wissenswertes über fleischfressende Pflanzen, Zuckerrohr, schwarzen Pfeffer und weitere tropische Pflanzen.
Im kommenden Jahr feiert der Botanische Sondergarten seinen 90. Geburtstag. Als „Schulgarten“ wurde er im Jahre 1926 vom Wandsbeker Lehrerverein gegründet. Im Krieg wurde der Garten stark beschädigt. In den Nachkriegsjahren, als die Hamburger Bevölkerung hungerte, diente er als Gemüsegarten.

Rastplatz an der Wandse


Im Jahre 1956 erhielt der Garten, der dem Bezirk Wandsbek gehört, den Namen „Botanischer Sondergarten. Er liegt direkt an der Wandse zwischen dem Eichtalpark und den Tonndorfer Feuchtwiesen. Im Sommer legen Wanderer, die das Wandsetal erkunden, hier gern eine Pause ein. Der Eintritt ist frei. Die Besuchszeit: täglich von 7 Uhr bis zum Einbruch der Dunkelheit.

Veranstaltungen im August für Kinder: 11. August, 11 Uhr, „Sonnenblumenmärchen“; 11. August, 14 Uhr, „Baum-Memory“; 18. August, 14 Uhr, „Nicht zum Naschen!“ Informationen über Giftpflanzen; 25. August, 11 Uhr
„Warum blühen Pflanzen?“ Wer nicht durch den Eichtalpark wandern will, erreicht
den Botanischen Sondergarten auch über den Eingang an der Walddörferstraße 273


Info:
Am 12. September lädt der Botanische Sondergarten zu einem besonderen Naturerlebnis ein. Zwischen 14 und 18 Uhr bieten an diesem Tag mehr als 20 Aussteller aus der Umgebung Hamburgs ein spannendes Programm. Dabei u. a. eine Greifvogel-Show und ein Tierstimmenimitator
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