Reitwegekonzept: Es geht nicht voran

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Das Reitwegekonzept in Wandsbek ist bisher noch nicht umgesetzt worden Foto: güb
Von Günther Brockmann
Wandsbek. Im Bezirk Wandsbek sind zahlreiche Reitvereine beheimatet. Die CDU-Bezirksfraktion Wandsbek hat bereits 2008 eine Initiative für ein Reitwegekonzept gestartet. Seitdem ist kaum etwas passiert. Der CDU-Bürgerschaftsabgeordnete Dennis Thering hat jetzt eine Kleine Anfrage an den Senat gerichtet, um herauszufinden, warum das Reitwegekonzept in Wandsbek seit mehr als vier Jahren nicht vorangekommen ist. In der Antwort des Senats heißt es: „Aufgrund vordringlicher Aufgaben konnten nach Auskunft des Bezirksamtes Wandsbek bisher noch keine Vorschläge des Gutachtens zum Reitwegekonzept umgesetzt werden. Eine Umsetzung erst mit einer entsprechenden Platzierung im Arbeitsprogramm des Fachamtes Management des Öffentlichen Raums realisiert werden. Das Arbeitsprogramm für 2013 ist bisher im Bezirk politisch noch nicht beschlossen worden.“
Für die CDU-Fraktion in der Bezirksversammlung Wandsbek ist die SPD verantwortlich dafür, dass das Reitwegekonzept auf der politischen Schiene nicht vorankommt. „Alle erforderlichen Maßnahmen seitens der Verbände wurden zu 100 Prozent erfüllt. Der Senat blockiert weitergehende soziale und wirtschaftliche Einrichtungen im Bezirk Wandsbek, zu denen auch das Reitwegekonzept gehört“, erklärte Detlev Beckmann, CDU-Mitglied im Ausschuss Umwelt Gesundheit und Verbraucherschutz (UGV) der Bezirksversammlung Wandsbek.
Dr. Sascha Brückner, Vizepräsident des Landesverbandes der Reit- und Fahrvereine, sieht gute Gründe, um die Umsetzung des Reitwegekonzepts zügig anzugehen: „Pferdesport wird in unserem Bezirk von allen Altersgruppen ausgeübt. Der Nutzen, den das für Wandsbek nach sich ziehen kann, ist immens – er geht weit über den Nutzen für den einzelnen Reiter hinaus“, betont er. „Schleswig-Holstein macht es vor. Das dortige Reitwegenetz zieht zahlreiche Touristen an. Von der Umsetzung des Konzeptes für den Bezirk Wandsbek und der verbesserten Anbindung an die Wege in Schleswig-Holstein wird die touristische Attraktivität unseres Bezirkes erheblich profitieren.“
Die SPD weist den Vorwurf entschieden zurück. In einer Stellungnahme heißt es: „Die Umsetzung der im Reitwegekonzept genannten Maßnahmen ist sehr arbeitsintensiv, da viele Akteuren in die Beratung und Umsetzung einbezogen werden müssen. Da außerdem noch weitere Maßnahmen dringend und teilweise auch schon länger auf eine Umsetzung warten, hat der UGV-Ausschuss beschlossen, die im Reitwegekonzept vorgeschlagenen Maßnahmen in eine Prioritätenliste einzureihen. Die SPD-Bezirksfraktion begrüßt grundsätzlich die Idee, die im Reitwegekonzept vorgestellten Maßnahmen für ein Wandsbeker Reitwegenetz umzusetzen.“
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