Richtfest fürs Amtsgericht

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Richtspruch in luftiger HöheFotos: Glitz

Die Arbeiten an der Schädlerstraße liegen im Zeitplan

Von Rainer Glitz
Wandsbek. Bei Sonnenschein haben viele Mitarbeiter des Amtsgerichtes in der Schädlerstraße ihre Mittagspause in den Innenhof verlegt. Sie sitzen auf Bierbänken, direkt neben Säcken mit Schutt und Paletten mit Zementsäcken. Es gibt Krautsalat, Bier und warmes Essen. Dazu gesellt haben sich Handwerker, Bauarbeiter – und die Prominenz aus Politik und Rechtsprechung. Gefeiert wird Richtfest: Der Rohbau steht, er schließt die Baulücke zwischen dem ehemaligen Jugendgefängnis und dem bestehenden Teil des Amtsgerichtes.

Fertig am Jahresende

Hamburgs Justizsenatorin Jana Schiedek (SPD) hat sichtlich Spaß, per Fernsteuerung den Richtkranz mit dem Baukran herunterzulassen. Bei den Bauherren und den späteren Nutzern herrscht Zufriedenheit: Der Neubau liegt im Zeitplan. „Wir werden wie geplant bis Jahresende fertig sein“, verspricht Frank Bellmann, Berater des Bauprojektes am Wandsbeker Amtsgericht. Auch die Kosten lägen im Rahmen. Wegen der derzeit stark angezogenen Baukonjunktur würden die Angebote bei Ausschreibungen allerdings zusehends teurer, so Bellmann.
Die Stadt setzt beim Gerichtsneubau auf ein Investorenmodell: Das Areal des ehemaligen Jugendgefängnis wurde verkauft, ein Investor baut und die Stadt bezieht die Gebäude zur Miete. „Der Vertrag läuft bis Ende 2027“, so Justizbehördensprecher Thomas Baehr.
Auch die Arbeiten im 2005 geschlossenen, denkmalgeschützten Jugendgefängnis gehen voran. Der Rohbau ist abgeschlossen. Jetzt beginnt der Innenausbau. Neue Elektroleitungen müssen verlegt und neue Heizungen eingebaut werden, dazu kommen die für das Amtsgericht notwendigen Zugangssysteme. In dem ehemaligen Zellentrakt entstehen Büros, aber auch der größte Gerichtssaal des Amtsgerichtes. Im ehemaligen „Bet- und Arbeitsraum“ sollen später publikumswirksame Zwangsversteigerungen oder Strafsachen mit besonderem öffentlichen Interesse stattfinden.
Hintergrund des Um- und Neubaues ist die Zusammenlegung dreier Standorte des Wandsbeker Amtsgerichtes. Für 2014 ist der Umzug in die neuen, dann 1.900 Quadratmeter großen, behindertengerecht ausgebauten Räume geplant. Die Justizbehörde erhofft sich durch die Zusammenlegung bessere Arbeitsabläufe und damit auch mehr Service für die Bürger. Langfristig soll das neue, zentrale Amtsgericht Wandsbek Einsparungen bringen. Das Gericht in der Schädlerstraße ist Anlaufpunkt für 190.000 Einwohner, es ist zuständig für die Stadtteile Wandsbek, Rahlstedt, Tonndorf, Jenfeld, Marienthal und Eilbek.
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