„Richtig, zu helfen“

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Elke Gäth hat ein offenes Ohr für Bewohner und Ehrenamtliche in der Flüchtlingsunterkunft Litzowstraße Foto: Netzow

Elke Gäth engagiert sich in der Unterkunft Litzowstraße

Von Kirsten Netzow
Wandsbek
Hilfe für Flüchtlinge in der unmittelbaren Nachbarschaft: Das haben sich viele engagierte Wandsbeker zur Aufgabe gemacht. Der Unterstützerkreis Litzowstraße hat dafür den Preis der HamburgerBürgerStiftung erhalten. Das Wochenblatt stellt einige der Aktuere in loser Folge vor.
„Wir möchten, dass die Bewohner das Gefühl bekommen, dass sie nicht nur einfach in einem gelben Dorf wohnen, sondern dass sich jemand wirklich um sie kümmert“, sagt Elke Gäth über die Flüchtlinge in der Containerunterkunft Litzowstraße. Seit Dezember 2013 ist sie eine der Akteurinnen im dortigen HelferInnenkreis. „Es war hundertprozentig die richtige Entscheidung, mich zu engagieren“, sagt die Jenfelderin. Für sie sei die ehrenamtliche Arbeit für die Menschen dort „eine große Bereicherung“. Jeden Dienstag und Sonntag findet in der Unterkunft ein offener Treff statt: Elke Gäth und viele andere tatkräftige Unterstützerinnen und Unterstützer haben dort ein offenes Ohr für die Bewohner, versuchen bei Problemen zu helfen, Fragen zu beantworten, für Kinder gibt es Mal-und Spielmöglichkeiten. Die Dankbarkeit der Menschen bekommen die Helfer auch zu spüren. „Manchmal kommen Bewohner spontan und bringen uns einen Tee“, sagt die 54-jährige begeistert. Anderthalb Jahre war sie im Koordinationskreis des HelferInnenkreis Litzowstraße aktiv, musste dort mit viel Fingerspitzengefühl erkennen, auf welche Weise welcher Ehrenamtliche seine Fähigkeiten einbringen kann. Jetzt steht sie bei den offenen Treffs Interessierten mit Rat und Tat zur Seite, die sich über eine mögliche ehrenamtliche Arbeit in der Unterkunft informieren möchten.

Jung und Alt gemeinsam


Zusammen mit Ulrike Krogmann erarbeitete sie für den Themenmonat „Asyl“, der im Februar dieses Jahres im Kulturschloss stattfand, eine Fotoausstellung mit individuellen Porträts der Flüchtlinge. Neben dieser Ausstellung waren unter anderem ein interkulturelles Fest sowie Theateraufführungen Bestandteile dieses Aktionsmonats, der viele Besucher anzog. „Unser Ansatz ist die Integration der Flüchtlinge in den Stadtteil“, so Gäth über die Arbeit des Netzwerkes.
An ihrem Ehrenamt schätzt sie zum einen die gemeinschaftliche Arbeit von Jung und Alt. „Es entstehen tolle Freundschaften hier zwischen Menschen, die vorher nebeneinandergelebt haben und sich nicht kannten“, sagt sie und fügt erfreut hinzu: „Wir sind hier wirklich eine energiegeladene Crew“. Da Elke Gäth mit so vielen verschiedenen Menschen kommuniziert und agiert, kann sie ihre beruflichen Kenntnisse als Schifffahrtskauffrau auch bei ihrem freiwilligen Engagement bestens einbringen: „Es ist ein bisschen so, als würde man hier ein Unternehmen leiten“, sagt sie lächelnd.
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