Ritzenhoff kandidiert erneut für Wandsbek

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Thomas Ritzenhoff (SPD) kandidiert für eine weitere Amtszeit als Bezirksamtsleiter Foto: tel

SPD-Politiker will wieder als Bezirksamtsleiter im Bezirk antreten. Kritik von Fraktionen

Bezirk Wandsbek Thomas Ritzenhoff (SPD) kandidiert für eine weitere Amtszeit als Bezirksamtsleiter. Das hat der 55-jährige Katholik (verheiratet, ein Sohn) auf eine entsprechende Anfrage der CDU-Fraktion in der Bezirksversammlung Wandsbek zwei Tage vor Heiligabend erklärt. Die Koalition aus SPD und Grünen (stellt 31 von 57 Abgeordneten) kündigte an, auf die im Bezirksverwaltungsgesetz vorgesehene Ausschreibung der Position verzichten zu wollen. Ritzenhoffs sechsjährige Amtszeit endet im Juni kommenden Jahres. Bis Februar muss die Bezirksversammlung den Bezirksamtsleiter mit der Mehrheit der Abgeordneten (29) gewählt haben. Noch ist unklar, ob die oppositionelle CDU einen Gegenkandidaten ins Rennen schicken wird.

Ritzenhoff zieht positive Bilanz

In seiner politischen Bilanz wies der Rahlstedter auf die vielfältigen Herausforderungen beispielsweise in der Flüchtlingskrise und dem ehrgeizigen Wohnungsbauprogramm der Stadt hin. Die gesteckten Ziele seien dabei erfüllt, teilweise sogar übertroffen worden. So erklärte Ritzenhoff nicht ohne Stolz, dass Hamburg (und auch Wandsbek) in kürzester Zeit ausreichend Unterbringungsmöglichkeiten für Flüchtlinge geschaffen hätten und das – im Vergleich zu Berlin – ohne Schulturnhallen in Anspruch nehmen zu müssen. Im Service für den Bürger räumte Ritzenhoff ein, dass das von der Stadt eingeführte „Online Termin Management“ (OTM) zeitweilig kollabiert sei, was sich auch negativ auf Wartezeiten der Bürger in den Bürgerzentren ausgewirkt habe. Hier habe man aber durch Aufstockung des Personals inzwischen Verbesserungen erzielt.

Kritik an Personalausstattung

Die insgesamt positive Gesamtbilanz von Ritzenhoffs Amtszeit wollten die Redner von CDU (Franziska Hoppermann, Eckard Graage), der Linken (Julian Georg) und Liberalen (Helga Daniel) so nicht stehen lassen. Bemängelt wurde unter anderem die immer dürftigere Personalausstattung vieler Ämter, die Reduzierung bezirklicher Kompetenzen sowie eine massive Abnahme im Bestand der geförderten (preisgünstigen) Wohnungen. Julian Georg zu Ritzenhoff: „Sie haben uns hier kurz vor Weihnachten ein Geschenk präsentiert. Aber wenn man es auspackt, bleibt nur eine Rute übrig, die uns weh tut.“ (tel)
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