Runde um Runde für das Wohnprojekt

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Vor dem Spendenlauf, den manche der behinderten Läufer und Läuferinnen auch als Sportfest oder Meisterschaft titulierten, musste es natürlich auch ein Foto möglichst aller Teilnehmer geben.Foto: hbz

Behinderte Jugendliche erlaufen 1000 Euro

Von Hubert Bätz
Rahlstedt. Vergangenen Freitagnachmittag hieß es für die behinderten Jugendlichen des Rahlstedter Vereins „Gabriel“ nicht so schnell aus der Puste zu kommen und möglichst viele Runden auf dem Sportplatz hinter dem Rahlstedter Polizeikommissariat 38 zu laufen. Hintergrund: Der Verein will auf dem stadteigenen Grundstück Güstrower Weg 2/Ecke Hagenower Weg bauen, und zu diesem Projekt sollten auch die Jugendlichen symbolisch ihr Scherflein beitragen. Und das taten sie gerne und mit viel Spaß. Schon Tage vorher hatten sie bei Eltern, Freunde und potentiellen Sponsoren um Unterstützung geworben. Diese spendeten für jede gelaufene 400 Meter-Runde einen zwischen dem Läufer und Sponsoren ausgehandelten Betrag. Und das Ergebnis am Freitag war dann aus Sicht von Marianne Steiner, der Mitbegründerin des Vereins und von Michael Hölter dem Leiter der Rahlstedter Projekte gar nicht schlecht. Hölter: „Es kamen rund 1000 Euro zusammen. Ein Betrag, zu dem eine einmalige Spende von 500 Euro beigetragen hatte.“ Hölter berichtet, dass dass trotz Behinderung „der Spendenlauf für viele ein Erlebnis war“. So zum Beispiel für Patryck, der gar nicht mehr aufhören wollte z und 14 Runden lief. Bei Gabriel e.V. allerdings könnte die Begeisterung noch größer sein, wenn die Baupläne für das Wohnprojekt am Güstrower Weg schneller Gestalt annähmen. Zwar kommt aus der Politik und Verwaltung des Bezirkes Wandsbek viel Unterstützung für das Konzept, Wohnangebote für Menschen mit Behinderungen zu schaffen und mit einer Kooperation zu Rahlstedter Kultureinrichtungen auch Ausstellungsräume oder Raum für Veranstaltungen anzubieten. Doch das letzte Wort hat die Hamburger Finanzbehörde. Sie gab Grundstücke bisher meistens an Investoren gegen Höchstangebot ab. Vielleicht ändert aber die Finanzbehörde dies, da Bezirksamtsleiter Thomas Ritzenhoff, die Wandsbeker Bezirksversammlung sowie der Ausschuss für soziale Stadtentwicklung (AsSt) sich dafür ausgesprochen haben, Grundstücke auch Konzept orientiert zu vergeben. (hbz)
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