S-4-Dialog mit den Bürgern

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Bahn und Behörden beantworteten in Rahlstedt Fragen zur S 4 Foto: rg

Experten erklären neue Strecke Hasselbrook – Bad Oldesloe

Rahlstedt Zwischen Eiscafé und Bahnhofsarkaden steht ein rot-weißes Zelt. Unter dem Motto „Hamburg und Schleswig-Holstein wachsen zusammen“ hängen dort Poster mit der Streckenführung der geplanten S-Bahnlinie 4. Experten aus beiden Bundesländern und von der Bahn wollen Fragen beantworten. Die ersten Rahlstedter kommen mit ihnen ins Gespräch. „Endlich wird etwas gemacht, sagte mir gerade ein älteres Ehepaar“, so Stephan Albrecht von der Bahn. Natürlich gebe es immer Menschen, die ein solches Projekt ablehnten. Aber die meisten hielten den Ausbau eines bestehenden Nahverkehrssystems für sinnvoll, so sein erster Eindruck.
„Uns ist Bürgerbeteiligung wichtig, wir wollen die Menschen bei diesem Projekt mitnehmen“, erklärt Christoph Schröder von der Hamburger Verkehrsbehörde den Sinn des ersten Infostandes zur S 4 in Rahlstedt. Weitere Stände in den Stadtteilen an der künftigen Strecke sollen folgen, außerdem werden Bürgersprechstunden folgen. „Das ist hier heute keine Ideensammlung mehr, aber uns ist der Austausch gerade mit Anwohnern wichtig“, sagt Stephan Albrecht. „Sie haben oft Informationen, die uns sonst durch die Lappen gehen würden, etwa über Altlasten“, so der Ingenieur.
Die S 4 habe eine große Bedeutung für die Metropolregion, betont Christoph Schröder. „Wir wollen die Menschen an den Nahverkehr anbinden, die bislang mit dem Auto in die Stadt fahren.“
„Ich freue mich, dass das Projekt entsprechend präsentiert wird“, sagt Ole Thorben Buschhüter. Der Rahlstedter SPD-Bürgerschaftsabgeordnete hat sich als Verkehrsexperte schon länger mit dem Bau der S 4 befasst. „Man wundert sich, wie lange so etwas dauert. Aber es geht voran“, so Buschhüter.
Auf 36 Kilometern Länge zwischen Hasselbrook und Bad Oldesloe wird die S 4-Strecke ausgebaut, 30 Kilometer Schallschutzwände sind geplant.35 Eisenbahn- sowie 12 Straßen- und Fußgängerbrücken müssen umgebaut werden. Auf Hamburger Gebiet entstehen vier zusätzliche Stationen: Claudiusstraße, Bovestraße, Holstenhofweg und Pulverhof. (rg)
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