S 4: Verein prüft Klage

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Viele Anwohner der Tonndorfer Straße Küperkoppel sind Mitglieder des neuen Vereins „Bürgerinitiative an der Bahnstrecke Hamburg-Lübeck“Fotos Bätz

Öffentliches Treffen der Bürgerinitiative am 5. September

Von Hubert Bätz
Rahlstedt. Dass Rahlstedt Lärmschutzwände hat, verdankt der Hamburger Stadtteil in nicht unerheblichem Maß dem Verein „Lärmschutz-Rahlstedt“ und seinem umtriebigen Vorsitzenden Claus-Peter Schmidt. Seit Anfang Juli allerdings beansprucht ein weiterer Verein Schmidts Arbeitskraft: der Verein „Bürgerinitiative an der Bahnstrecke Hamburg-Lübeck“. Schmidt und seine Mitstreiter haben ihn gegründet, um eine mögliche Sammelklage gegen die S4-Planung auf den Weg zu bringen. Schmidt: „Wir haben entdeckt, dass die Vorentwurfsplanungen der S4 erheblich von dem abweichen, was uns auf den Veranstaltungen vorgestellt wurde.“ Er sieht sich darin in seinen Befürchtungen bestärkt, dass die S4-Planungen mit einem dem Gütertransitgleis verquickt werden. Mit dem neuen Verein kämpfe er nun dafür, dass das Gütertransitgleis von Stockholm nach Palermo nicht durch dicht besiedelte Wohngebiete gebaut wird. Nach Schmidts Ansicht betrifft diese europäische Güterverkehrstrasse die gesamte Bahnstrecke Hamburg-Lübeck“ und darüber hinaus auch viele Ostseebäder.
Er sei für die S4 aber gegen ein „Europa-Gleis“, betont Schmidt. Etliche Anwohner an der Küpperkoppel in Tonndorf sehen das genauso. Sie sollen für den Gleisbau Teile ihrer Grundstücke abtreten. Dagegen überlegen sie zu klagen.
Claus-Peter Schmidt, der Mitstreiter besonders in Ahrensburg und im Kerngebiet Wandsbek fand, kündigte an: „Wir werden unsere Infos nun von Ahrensburg bis nach Lübeck verteilen, um einen großen Kreis Betroffener nicht nur anzusprechen, sondern auch für eine Sammelklage zu gewinnen. Wir müssen stark genug sein, um gegen das Mammutprojekt anzugehen. Mit dem Bau zweier zusätzlicher Gleise für die S-Bahn werden erst die Kapazitäten geschaffen, die Güterzüge über diese Strecke zu schicken.“ Für die Menschen, die an der Bahnstrecke wohnten, würde das Lärm und auch den Werteverlust ihrer Häuser mit sich bringen. Darüber soll bei der ersten öffentlichen Veranstaltung des neuen Vereins Anfang September gesprochen werden. Schmidt: „Dann nehmen wir auch Anregungen von Bürgern für das weitere gemeinsame Vorgehen auf, undenklichen wir, wie eine mögliche Sammelklage aussehen könnte.“
u Donnerstag,
5. September, Park-Rondeel, Apostelweg 17. Motto „Außen rum statt mitten durch“
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