Saison im Bad Ostende eröffnet

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Das Ehepaar Jochen und Monika Knobloch schätzt die familiäre Atmosphäre Fotos: Christa Möller

Das Tonndorfer Freizeitareal ist wegen seiner familiären Atmosphäre beliebt

Von Christa Möller

Tonndorf. Still ruht der See – aber bestimmt nicht mehr lange. Das klare Gewässer mitten in der Stadt, mit derzeit 16,5 Grad nur was für Abgehärtete, erwärmt sich langsam und erreicht im Sommer bis zu 24 Grad. Spätestens dann kommen viele Badefans ins idyllische Sommerbad Ostende an der Straße Am Strand 37 in Tonndorf, bis zu 2000 können es an einem schönen Tag schon mal sein.


Nach dem 2. Weltkrieg wurde aus dem ehemaligen Wehrmachtsbad in einer alten Tongrube ein öffentliches Bad, dessen treueste Fans mit Dauerkarte regelmäßige Gäste sind. Ein gutes Beispiel dafür sind Jochen und Monika Knobloch. Die beiden Wandsbeker kommen schon seit vielen Jahren hierher, sie schreckt das noch kühle Wasser nicht. „Wir schätzen den familiären Charakter des Bades und dass hier alles noch so ist wie früher, nicht so ein durchgestyltes Bad“, sagen sie. Jochen Knobloch hat im Schwimmbad sogar eine Freundin gefunden. „Die Katze erkennt mich auch nach der Winterpause wieder“, freut er sich.
Seit knapp zwei Wochen ist das Bad, das auch Heimat einiger Kanu-Polo-Mannschaften ist, wieder geöffnet. Regelmäßig leistet Kim Rau hier seinen ehrenamtlichen Einsatz als Bademeister. „Ich bin Landwirt von Beruf und habe im Moment Zeit“, sagt er. Kim Rau ist einer von etwa zehn Helfern, die sich dabei abwechseln, das Schwimmgeschehen im Blick zu behalten. Das macht ihm Spaß, er ist sozusagen familiär vorbelastet. Denn Vater Bernhard Rau ist Vorsitzender des 1987 gegründeten Trägervereins, Mutter Pia Rau ist Kassenwartin. Da wundert es nicht, dass Kim Rau auf die Frage nach weiteren Hobbys eines nennt, das untrennbar mit dem Freibad verbunden ist: Er spielt hier Kanupolo.

Luftrutsche geplant

Für dieses Jahr hofft der Verein auf schöneres Wetter als in der vergangenen Saison, der die Einnahmen regelmäßig investiert. „Wir planen, noch eine große Schaukel zu kaufen“, sagt Kim Rau. Für den Schwimmerbereich soll eine Luftrutsche aufgestellt werden. Für die Kinder ist im Nichtschwimmerbereich eine 15 Meter lange, zwei Meter hohe Lauf-Insel angedacht. Nicht nur das Ehepaar Knobloch wünscht sich, dass das Bad noch lange für die Öffentlichkeit erhalten bleibt. Manche Besucher nehmen eine längere Anfahrt in Kauf, andere radeln aus der Nachbarschaft her. Viele schätzen neben dem 45 mal 107 Meter großen Gewässer auch die große Liegewiese und den Spielbereich für die Kinder.

Öffnungszeiten: Bis Saisonende im September täglich von 9 bis 19 Uhr, in den Sommerferien bei schönem Wetter bis 20 Uhr. Weitere Infos www.freibad-ostende.de oder Tel. 040 – 66 61 94
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