Sanierung ist voll im Plan

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Uwe Schmidt, seit 2001 Geschäftsführer, vor „seinem“ Brakula Foto: tel

Arbeiten am Brakula: Im September soll alles fertig sein. Fusion in Sicht

Von Michael Hertel
Bramfeld
Dicke alte Eichenbalken sind freigelegt und bezeugen, dass das Brakula einst als Bauernhaus errichtet wurde und mehr als 130 Jahre auf dem Buckel hat. An einigen Stellen werden sie nun verstärkt durch schlichte Stahlträger. Die Sanierungsarbeiten am legendären Bramfelder Kulturladen in der Bramfelder Chaussee mit seiner weithin sichtbaren gelben Fassade laufen derzeit auf vollen Touren. „Und wir liegen – Gott sei Dank – sowohl im Zeit- wie auch im Finanzplan“, berichtet Geschäftsführer Uwe Schmidt (53). Das unter Denkmalschutz stehende Haus ist entkernt, und innen wird so ziemlich alles neu gemacht. Die Toiletten, das Treppenhaus, ein Fluchtweg über eine eiserne Wendeltreppe. Ein Fahrstuhl macht das Haus endlich barrierefrei. Ein neuer Musikübungsraum mit schallisolierten Wänden entsteht dort, wo bislang das italienische Bistro angesiedelt war. Und natürlich die (abenteuerliche) Elektrik. „Da hat der Elektriker immer die Hände über dem Kopf zusammengeschlagen“, berichtet der Brakula-Chef. Das Dach des Saales wird in Teilen erhöht und bietet dort dann ein weiteres Stockwerk. Die Bürofläche wird erweitert, die Gastronomie im vorderen Teil zentralisiert. Ganz wichtig: Endlich gibt es eine Verbindung zwischen Vorderhaus und Saal – bislang musste man immer außen herum gehen.
Brandschutz, Sicherheit und Isolierung, das waren die Dinge, die den 1,65-Millionen-Euro-Umbau zwingend erforderlich machten. Die Heizrechnung wird es danken. Schmidt: „Im Winter haben wir oft im Mantel am Schreibtisch gesessen, weil das Haus nicht warm wurde.“ Im September soll alles fertig sein. Derweil tut sich beim „Försterhaus“ nebenan einiges. Demnächst beginnen die Mietvertragsgespräche mit der Sprinkenhof-AG, die auch das Brakula verwaltet. Voraussichtlich im April sollen Mitgliederversammlungen der beiden Institutionen grünes Licht für die organisatorische Fusion von „Kulturinsel“ und Brakula geben. Politik und Behörden fordern diese Struktur. „Försterhaus und Brakula sollen nicht zwei Inseln der Stadtteilkultur werden, sondern ein gemeinsames Ensemble mit verteilten Rollen bilden“, erklärt „Kulturinsel“-Vorstand Ottfried Hilbert (67). Erst unter diesen Voraussetzungen kann auch die Kündigung des derzeit noch im „Försterhaus“ residierenden Autohändlers erfolgen. Schließlich stehen Umbauarbeiten von ungefähr 500.000 Euro an. Hilbert zu den Realisierungschancen: „Ich bin sehr optimistisch.“
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