Schierenberg: 200 Wohnungen geplant

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So soll das Eckgrundstück nach den Plänen von Dr. Helmut Greve Bau und Boden Aktiengesellschaft künftig bebaut werdenFotos: Bätz

Greve-Bau stellt Projekt vor. Auf der Fläche war ursprünglich Gewerbe vorgesehen

Von Hubert Bätz
Meiendorf/Oldenfelde. Seit Jahren liegt das ehemalige Gewerbegebiet Schierenberg/Bargkoppelweg brach. Das soll sich nun ändern. Auf dem Eckgrundstück an der Straße Schierenberg/Saseler Straße, da wo einst eine Gärtnerei stand, will die Dr. Helmut Greve Bau und Boden AG Wohnungen bauen. Im jüngsten Planungsausschuss stellte der Investor seine Plane vor: Vier U-förmige Bauten sollen sich künftig sich um eine zentrale, dreieckige Freifläche gruppieren. Entlang dieser Freifläche soll die Bebauung vier Geschosse aufweisen, zur Straße Schierenberg hin sind drei Geschosse vorgesehen. Die dabei entstehenden Innenhöfe sollen als private Freiräume dienen, ebenfalls soll es kleinere Gewässer für die notwendige Oberflächenentwässerung geben. Auch eine Kindertagesstätte ist vorgesehen. Alle Wohngebäude sollen durch eine neue Ringstraße erschlossen werden; für Auto-Stellplätze soll eine Tiefgaragen sorgen.
Bei der Wandsbeker Mehrheitskoalition aus SPD und Grüne stoßen die Pläne auf Zustimmung. Weniger Begeisterung verspüren CDU und FDP über die potenziell 200 bis 220 entstehenden neuen Wohnungen. Eckard Graage (CDU): „Wir wissen, dass Wohnungsbau in Hamburg notwendig ist, aber wir sehen es nicht gerne, dass ein großes zusammenhängendes Gewerbegebiet angeknabbert wird. Warum schwenkt man an dieser Stelle zum Wohnungsbau um?“ Die Antwort lieferte der Vertreter der Greve-Firma: „Wir haben jahrelang nach Interessenten für diese Gewerbeflächen gesucht, haben zuletzt sogar eine Bebauung mit Büros angestrebt, aber es hat sich niemand für unsere Pläne gefunden, daher erwägen wir jetzt eine Wohnbebauung mit Mietwohnungen, rund 30 Prozent davon sollen Sozialwohnungen sein.“
Die CDU überzeugte das dennoch nicht. Sie enthielt sich bei einer Abstimmung über dieses Wohnvorhaben und einer öffentlichen Auslegung.

FDP gegen Umwidmung

Bei der FDP war man aus grundsätzlichen Erwägungen gegen diese Umwandlung von Gewerbegebiet zu Wohnraum. Die stellvertretende FDP-Fraktionsvorsitzende Helga Daniel zum WochenBlatt: „Abgesehen davon, dass mich die Präsentation des Wohnungsbauprojektes nicht überzeugt hat, verweise ich hier auf die Beschlusslage auf Landesebene. Die FDP Hamburg ist grundsätzlich gegen eine Umwidmung von Gewerbegebieten für den Wohnungsbau. Daran halten wir uns auch in Wandsbek, wir stimmen gegen die Wohnbebauung bei dem Schierenberg-Grundstück!“
Für die SPD machte Rainer Schünemann, baupolitischer Sprecher seiner Partei, noch einmal deutlich: „Angesichts dringend benötigter Flächen für den Wohnungsbau wäre es aus unserer Sicht nichts anderes als Verantwortungslosigkeit, die gegenwärtige Brache weiter hinzunehmen.“ Oliver Schweim von den Grünen wünschte sich von den Planern, dass sie auf ökologische Aspekte wie Solarenergie einen größeren Schwerpunkt legen mögen. Ob das in der künftigen Planung berücksichtigt wird, können Besucher in der öffentlichen Plan-
diskussion am 19. August
feststellen.
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