Schlau wie ein Fuchs

Anzeige
Die Überquerung des Zebrastreifens erfordert von den Kindern die volle Aufmerksamkeit Foto: kg

Angehende Grundschüler sind fit für neuen Schulweg durch Jenfeld

Von Karen Grell
Jenfeld
Wer die Kinder aus Jenfeld einmal auf ihrem Weg zur Kita begleitet, der merkt schnell, dass auch ein zehnminütiger Fußweg schon einige gefährliche Hürden birgt. Große stark befahrende Kreuzungen, Übergänge mit einer Kombination aus Ampel und Zebrastreifen, da muss man sich im Straßenverkehr schon sehr gut auskennen, um als Fünfjähriger sicher zur gewünschten Adresse zu gelangen. Um die Kinder für die Gefahren, die auf den Straßen lauern, zu sensibilisieren, hat die Hamburger Polizei bereits vor 20 Jahren die Aktion „Verkehrsfuchs“ ins Leben gerufen. Ein Programm, bei dem die Kinder im Vorschulalter direkt auf der Straße geschult werden. An diesem Morgen sind die Beamten Peter Freischmidt, Andrea Meyer, Petra Themar und Cornelis Kayser von den Polizeiwachen PK 37 und 38 mit verschiedenen Kitas aus Jenfeld im Stadtteil unterwegs. Die große Kreuzung an der Jenfelder Straße Ecke Öjendorfer Damm hat es in sich. Hier proben die Jungen und Mädchen, die im Sommer in der Grundschule eingeschult werden, ihren Alleingang zur Schule. „Die Kitas bereiten die Kinder auch schon großartig auf den Straßenverkehr vor“, lobt Cornelia Kayser. Dennoch brauche es viel Übung, bis ein Kind auf dem Weg zur Schule sicher ist. Der Wochenkurs der „Verkehrsfüchse“ findet deshalb auch während der gesamten Frühjahrsferien statt. „Wir müssen erst einmal gucken, ob noch ein Radfahrer kommt, dann können wir bis zur Ampel gehen und den gelben Knopf drücken“, erklärt Gina (6) den Vorgang zum Überqueren der Straße. Wo keine Ampel und kein Fußgängerübergang seien, da müsse man besonders vorsichtig sein. Mariam erklärt, wie sie vorgeht, wenn sie in der kleinen Seitenstraße, in der sie wohnt, zwischen parkenden Autos hindurch auf die andere Straßenseite möchte: „Dann schaue ich zuerst in die Autos hinein, um zu prüfen, ob jemand schon losfahren will oder ich hör nach, ob der Motor schon an ist“.

Eltern gefordert


„Schön wäre es auch, wenn die Eltern den Weg mit ihren Kindern trainieren, bevor sie dann im Herbst allein zur Schule gehen. Ganz wichtig für alle Erwachsenen ist auch immer wieder: Die Großen sind im Straßenverkehr die Vorbilder der Kleinen“, wünscht sich Cornelia Kayser. Zu lernen gibt es bei den Verkehrsfüchsen jede Menge: Welches ist eigentlich der Radweg? Wo fängt der Gehweg an? Was mache ich, wenn mitten auf der Straße mein grünes Fußgängersignal auf Rot umspringt?
Wer am Ende der Aktionswoche den begehrten Pass der Verkehrsfüchse in den Händen hält, kann diese Fragen beantworten. „Eigentlich ist es alles babyleicht“, lacht Mariam, die jetzt Expertin in Jenfelds Straßen geworden ist.
Anzeige
Anzeige
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.
Anzeige
Anzeige