Schmucke Firma

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Die Jungunternehmer Timo Saueracker (l.) und Okan Cavuslu Foto: rg

Rahlstedter Schüler verkaufen Armbänder aus Schraubenmuttern

Rahlstedt „Weavelet“ heißt die Firma, die zwölf Teilnehmer des Wirtschaftsprofils am Gymnasium Rahlstedt im Rahmen eines Projektes gegründet haben. Die Wortschöpfung bedeutet auf Deutsch: Geflochtenes Armband. „Als Geschäftsidee wäre außer Lebensmitteln alles möglich gewesen“, sagt Okan Cavuslu (17). So habe sich im vergangenen Jahr eine Gruppe für Dienstleistungen für Senioren entschieden. „Wir fanden aber ein vorzeigbares Produkt besser“, ergänzt Timo Saueracker (16). Die Schülerfirma probierte viel herum, heraus kamen die „Cablets“ genannten Armbänder. Ausgangsmaterial: Kleine Muttern aus Edelstahl, Kabel unterschiedlicher Länge und ein winziger Karabinerhaken als Verschluss. „Die Suche nach Lieferanten dauerte am längsten“, erklärt Okan. Muttern aus dem Baumarkt seien zu teuer gewesen, und dazu schlecht verarbeitet: Gedacht zum Schrauben, nicht als Schmuckstück. Im Internet wurden die Nachwuchsunternehmer dann fündig. Fast alle produzieren den Schmuck, alle verkaufen. Wie jede Firma müssen die Rahlstedter einen Mindestlohn zahlen, in dem Fall 0,50 Euro pro Stunde. Auch Steuern müssen die Gymnasiasten abführen. Daraus wurden die Verkaufspreise kalkuliert: Für das rundum mit Muttern versehene Armband 10 Euro, für das dezentere 7 Euro. Schüler zahlen sieben und fünf Euro. „Der Verkauf läuft sehr gut, wir haben beim Tag der offenen Tür im Gymnasium Rahlstedt viel positives Feedback bekommen“, freut sich Okan. „Wir achten beim Verkauf auf passende Kleidung in den Farben grau, schwarz und weiß“, sagt der 17-Jährige. In diesen Farben sind auch der „Weavelet“-Flyer und die Pappschachteln für die Armbänder gehalten. Jeweils zwei Jungunternehmer verkaufen regelmäßig am Gymnasium, künftig soll es auch einen Stand im Rahlstedt-Center geben. Alle Geschäftsunterlagen müssen die Rahlstedter Jungunternehmer akribisch sammeln und einen Finanzbericht vorlegen. Damit nehmen sie am Landeswettbewerb des Junior-Projektes teil. „Wir lernen Teamfähigkeit, Verantwortung zu übernehmen und mit Kritik umzugehen“, so das Fazit von Timo Saueracker: „Trotz Aufwand bringt es Spaß!“ Er könne sich vorstellen, später als Unternehmer tätig zu sein. (rg)

Weitere Infos: weavelet@t-online.de
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