Schock im Jenfelder Kleingartenverein

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Das Sommerfest lief wie geplant: „Wir machen weiter wie bisher“ ist das Motto im Kleingarten in Jenfeld Foto: kg

Nach Einbruch in Gemeinschaftshaus: „Wir sprengen euch alle in die Luft“

Von Karen Grell
Jenfeld
Am Dienstagabend vor zwei Wochen änderte sich das beschauliche Leben in der Gartengemeinschaft Jenfeld an der Barsbütteler Straße ganz erheblich. Fünf Männer versuchten gegen halb zehn am Abend in das Vereinshaus einzudringen, auf der Suche nach Wertsachen, vermuten die Pächter. „Dabei haben wir hier überhaupt kein Geld oder andere wertvolle Gegenstände gelagert“, betont Willi Severin, der erste Vorsitzende des Vereins. Dass die Einbrecher einen Schlafplatz gesucht haben könnten, schließt er aus, weil laut André Tobola, dem Hausmeister des Kleingartens, gleich fünf Männer an verschiedenen Eingängen gestanden haben sollen. Bei ihrem Vorhaben auf frischer Tat erwischt wurden die Eindringlinge vom Hausmeister persönlich, der gleich darauf mit einer Eisenstange von den Kriminellen vertrieben wurde. „Was die Männer wohl nicht vermutet hatten, war der große Dobermann, den André dann mit zum Tatort brachte und es so schaffte, die Männer in die Flucht zu schlagen. Beim Weglaufen sei dann noch der Satz „Das wird euch noch leidtun, wir sprengen euch hier alle in die Luft“ gefallen, was ein Großaufgebot der Polizei mit sich brachte und die genaue Untersuchung einer am Tatort hinterlassenen Mülltüte. Am Ende waren es Gartenabfälle, die wohl in keinem Zusammenhang mit den Kriminellen standen. „Wir lassen uns jetzt trotzdem nicht verunsichern“, argumentiert Willi Severin, der so einen Fall bisher im Kleingarten mit über 120 Parzellen noch nicht erlebt hat. Die Täter konnten noch nicht gefunden werden. Zwei Wochen nach dem Vorfall steht bei der Jenfelder Gartengemeinschaft schon das große Sommerfest an und das wollen sich die Laubenbesitzer auch nicht vermiesen lassen. Mit Spielen für die Kinder und leckerer Grillwurst für die großen Besucher ist man durch den Vorfall in der Jenfelder Gartengemeinschaft nur noch ein Stückchen mehr zusammengewachsen. „Wir machen so weiter wie bisher“, betont Severin, der den Vorfall nicht zum Anlass nehmen will, hier im Verein die Regeln zu verändern. „Komplette Sicherheit gibt es gar nicht“, weiß er und da sich die meisten im Verein auch kennen, wird jeder fremde Eindringling sicherlich auch schnell enttarnt werden.
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