Schock nach Farbanschlag

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Die Schüler sind traurig: Das 20000 Euro teure Klavier ist durch den Farbanschlag komplett zerstört wordenFoto: kg

Klavier zerstört. Förderverein wirbt um Spenden

Von Karen Grell
Wandsbek-Gartenstadt. Vor einer Woche wurde in der Schule An der Gartenstadt eingebrochen und dabei ein 20.000 Euro teures Klavier mit Fassadenfarbe übergossen und komplett zerstört (wir berichteten). „Wir können es immer noch nicht glauben“, so die Schüler, die nun bereits ihr erstes geplantes Konzert absagen mussten. Die Farbe, die von den noch unbekannten Tätern im Reinigungsraum ent- und für die sinnlose Aktion verwendet wurde, ist durch alle Bestandteile des Klaviers bin ins Innere vorgedrungen und „an eine Reinigung ist hier wohl nicht mehr zu denken“, bedauert Schulleiterin Regina Schubert, die lange für die Anschaffung des Yamaha-Flügels gekämpft hatte. Die Grundschule An der Gartenstadt, an der begabte Schüler besonders gefördert werden, unterrichtet nach dem Jeki-Prinzip (Jedem Kind ein Instrument) und gerade hierbei war der Flügel ein wichtiger Bestandteil des
Musikunterrichtes.

Lange dafür gekämpft

Die Schüler fragen sich nun vor Allem, warum jemand eine so sinnlose Tat, nur der Zerstörung wegen, begeht und denken darüber nach, wie die Schule an einen neuen Flügel kommen könnte. „Ich kann diese Frage leider nicht beantworten“, bedauert Regina Schubert, die weiß mit welchen Kosten die Anschaffung eines guten Klaviers verbunden ist.
Über 25 Jahre alt war der Flügel, der an der Grundschule stand, bis dann endlich der Traum eines neuen Instrumentes vor nicht einmal einem Jahr in Erfüllung ging. „Es ist doch noch ganz neu gewesen“, bedauert Caroline Bergmann, die Koordinatorin für den Musikbereich. Die Schule muss im schlimmsten Fall mit einem Totalschaden rechnen, denn gerade das empfindliche Innenleben eines Klaviers kann 30 Liter Fassadenfarbe kaum verkraften. Wie es jetzt mit dem Musikunterricht an der Grundschule weitergeht ist noch ungewiss, die Ermittlungen der Polizei laufen derweil auf Hochtouren und die Schüler versuchen sich trotz Allem ein wenig auf die Sommerferien zu freuen und hoffen: „Vielleicht sind die Einbrecher gefasst, wenn wir wiederkommen.“
Der Förderverein der Schule hat inzwischen die Initiative ergriffen. „Wir wollen Unternehmen ansprechen und um Spenden werben“, sagt Matthias Brück, 2. Vorsitzender des Fördervereins. Die Schule und ihre Leiterin hätten solange für den Flügel gekämpft, da wäre es schade, wenn in der Aula nun nur ein elektronisches Gerät stehen würde, so Brück.
Spendenkonto Förderverein SADG bei der HASPA,
Kontonummer: 1340 124625 BLZ: 200 505 50
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