Schön, aber giftig!

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Der Rittersporn gehört zu den beliebtesten Pflanzen im Bauerngarten Foto: Masch

Rittersporn gewinnt Wahl zur Giftpflanze des Jahres. Abstimmung 2016 läuft

Bezirk Wandsbek Das Ergebnis war eindeutig: Bei der Wahl der Giftpflanze des Jahres 2015 fielen 43,4 Prozent der 1216 abgegebenen Stimmen auf den Rittersporn. Die Kartoffel landete mit 259 (21,3 Prozent) auf Platz zwei, gefolgt vom Oleander (235 Stimmen, 19,3 Prozent) und dem Schneeball (194 Stimmen, 16 Prozent. Zum elften Mal hatte der Botanische Sondergarten die Bürger aufgerufen, aus vier giftigen „Kandidaten“ ihren Favoriten zu wählen. Insgesamt 1216 Bürger hatten sich beteiligt. Hintergrund der 2005 von Sondergartenleiter Helge Masch ins Leben gerufenen Aktion: sich wieder einmal über die Giftwirkung einiger Pflanzen Gedanken zu machen und diese bei der Gartengestaltung zu beachten.
Der Rittersporn (Delphinium) ist eine beliebte Gartenstaude, die gerne als Leitstaude oder Schnittblume verwendet wird.Von dem Staudengärtner und Schriftsteller Karl Foerster (1874-1970) stammt das Zitat „Ein Garten ohne Rittersporn ist ein Irrtum“.
Die Pflanze aus der Gattung der Hahenfußgewächse ist schön, aber eben auch giftig. Alle Pflanzenteile, besonders aber die Samen, enthalten giftige Alkaloide, die weder Mensch noch Tier bekommen. Wer versehentlich Samen oder Blätter des Rittersporn zu sich nimmt, sollte bei Symptome wie Erbrechen, Durchfall, Atemlähmung oder Taubheitsgefühl an Zunge, Händen und Zehen unverzüglich einen Arzt aufsuchen, rät Helge Masch, Leiter des Botanischen Sondergartens. auch die Giftinformationszentralen sind kompetente Ansprechpartner und rund um die Uhr erreichbar. Das Giftinformationszentrum-Nord hat die Telefonnummer 0551-19 240. Eine Vergiftungsgefahr durch alleinigen Hautkontakt, wie beim Eisenhut, einem Verwandeten des Rittersporn, geht von der Staude allerdings nicht aus.

Kandidaten für 2016


Die Aktion „Giftpflanze des Jahres“ geht weiter. Anfang Juni wurden die Kandidaten aus einer Vorschlagsliste nominiert. Zur Wahl stehen bei der zwölften Auflage folgende Pflanzen: Schlafmützchen, Rhododendron, Christrose und Efeu.
Auf der Hompage des Botanischen Sondergartens und auch direkt im Botanischen Sondergarten an der Walddörferstraße 273 werden die Pflanzen detailliert vorgestellt.
Jeder kann sich an der Abstimmung beteiligen. Die Stimmabgabe ist auf verschiede Arten möglich: telefonisch unter der Nummer 693 97 34, per Fax unter 427 905 520, per Mail an: giftpflanze@wandsbek.hamburg.de oder auch online möglich. Die Abstimmung endet am 15. Dezember 2015. Darüber hinaus können interessierte Hobbygärtner und Blumenliebhaber schon jetzt Vorschläge für die Wahl der Giftpflanze des Jahres 2017 einreichen. (wb)

Alle bisherigen Sieger auch online
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