School‘s anatomy ...

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Die Schulsanitäter am Gymnasium Oldenfelde kümmern sich ehrenamtlich um kranke Mitschüler Foto: Bahnsen

Junge Sanitäter helfen in Oldenfelde

Von Maja Kolze
Oldenfelde
„Dass wir so oft angefordert werden, hätte ich nicht gedacht“, lautet die erste Bilanz von Schulsanitäterin Pia (S2). Bereits in den ersten Wochen konnten sie und ihre neun Kollegen Carolin, Elisa, Merle, Franziska, Judith, Elnas, Sergen, Nora und Daniela sich vor dem Ansturm verletzter und kranker Mitschüler kaum retten. Dabei ist es nur ein schlichter Din-A4-Zettel, der auf ihre Arbeit hinweist. „Schulsanitäterdienst startet in Kooperation mit der Johanniter Jugend. Ab sofort helfen wir bei medizinischen Notfällen“, heißt es dort. Und tatsächlich geht es für die Oberstufenschüler um mehr, als nur Pflaster zu kleben.
In einer zweitägigen Erste-Hilfe-Ausbildung bei den Johannitern haben sie unter anderem gelernt, Verbände anzulegen, Bewusstlose richtig zu lagern und Kopfverletzungen zu versorgen. Auch jetzt treffen sie sich noch einmal pro Woche mit den beiden Rettungssanitätern Dustin (Klasse 9) und Lion (Klasse 7) der Stadtteilschule Oldenfelde, die sich bereits seit Jahren in der Freiwilligen Feuerwehr engagieren und dort viel über den Umgang mit Verletzten erfahren haben. „In erster Linie kommen Schüler mit Bauchschmerzen und Übelkeit zu uns“, so Pia. Häufig müssten aber auch kleinere Wunden versorgt werden. „Und ein wenig Zuspruch und Aufmunterung können ohnehin alle Kranken gebrauchen“, sagt die Gymnasiastin. Während eines Feueralarms wurden die Sanitäter fast gleichzeitig zu drei Verletzten gerufen – ihr bislang schwierigster Einsatz. „Ein Schüler klagte über Lähmungserscheinungen im Bein, sodass wir einen Rettungswagen rufen mussten“, erinnert sich Pia. „Das war schon ziemlich aufregend.“

Vorbereitung auf Medizinstudium


Die Schulsanitäter sind jede Pause im Sanitätsraum neben dem Schulbüro zu erreichen und können bei Bedarf auch über einen Pieper direkt aus dem Unterricht geholt werden. Für ihr Engagement erhalten die freiwilligen Helfer lediglich einen lobenden Vermerk im Zeugnis. „Wir wollen später Medizin studieren“, erläutern Elisa und Pia ihre Motivation. Der Sanitätsdienst sei eine gute Vorbereitung. „Schließlich sammeln wir Erfahrungen im Kontakt mit Kranken und können uns vergewissern, ob wir den Arztberuf tatsächlich erlernen wollen“, so die beiden Medizinerinnen in spe.
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