Schüler erklären den Schauermann

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Juliet, Vivien, Joshua und Letizia (v.l.) haben sich die Berufe im Hamburger Hafen angesehen und festgestellt, dass die Menschen dort früher sehr hart arbeiten mussten Foto: Grell

Infos über Hafenberufe am Donnerstag im Museum

WandsbekJugendliche aus Wandsbek erklären im Hafenmuseum auf der Veddel in einer Performance, welche Aufgaben ein Schauermann und der Tallymann früher im Hamburger Hafen hatten und wie schwer deren Tätigkeit damals war.

Am 30. Juni zeigen die Kids von 16 bis 18 Uhr im Hafenmuseum am Hansahafen (Kopfbau Schuppen 50A, /Australia-straße), die Berufe, die ihren Ursprung direkt bei den Schiffen hatten. Was haben Schauermann, Tallymann und Ewerführer eigentlich genau getan? Die wenigsten Besucher des Hafens wissen alles über vergangene Zeiten und die Berufe, die es damals gab und werden viel von den Jugendlichen, die sich intensiv mit dem Leben an Bord und im Hafen befasst haben, lernen können.

Das Projekt mit den Jugendlichen, die von der Jugendhilfeeinrichtung „Aladin“ betreut werden, ist Teil der neuen, museumsübergreifenden Reihe „Verankert in Hamburg – Stadtgeschichten neu entdeckt“. In insgesamt acht Projekten verbindet der Museumsdienst die Jugendhilfe mit Hamburger Museen. Den Maßnahmen liegt ein Konzept für bildungsbenachteiligte Kinder und Jugendliche im Rahmen der Initiative „Kultur macht stark“ zugrunde. Ziel der Aktionen ist es, Kindern und Jugendlichen die Welt der Museen näher zu bringen und durch eigenes Mitmachen auch den Spaß des Erforschens in Sachen Geschichte der eigenen Stadt zu vermitteln.

„Aladin“ hat diese Veranstaltung ins Leben gerufen. Vivien, Juliet, Joshua, Letizia und Chioma sind überrascht, wie viel Spaß es macht, sich mit der Geschichte des Hafens auseinanderzusetzen. „Der Schauermann hatte die schwerste Arbeit von allen. Der musste die Ladung vom Schiff hinuntertragen, egal wie viel die beladenen Säcke wogen“, weiß Joshua. Die Theaterpädagogin und Künstlerin Dörle Koch hat die Kinder in dem Projekt begleitet und weiß, dass es allen gut gefallen hat. „Wir hätten ohne den Besuch im Museum die alten Berufe nicht gekannt“, lacht Vivien, die jetzt auch einschätzen kann, wie anstrengend die Arbeit damals ohne die Hilfe vieler Maschinen gewesen sein muss: „Die mussten ganz schön hart arbeiten“. (kg)
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