Schüler werden zu Agenten

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Jules Buchholtz hatte die Idee eine Heldenagentur zu gründen. Schüler der Grundschule Richardstraße werden dabei sein, wenn das Projekt nach den Herbstferien startet.

Erste Agentur für Helden

Eilbek. Während die Helden der Geschichte von Robin Hood, über Superman bis hin zu Pippi Langstrumpf reichten, beziehen sich die Vorbilder heute oft auf Stars aus den Fernsehsendungen. Nur die wenigsten der Zuschauer können allerdings dabei selber zum Helden werden. In Eilbek soll sich genau das jetzt ändern. Mit der ersten Agentur unter dem Namen „Hamburger Helden – Secret Service Eilbek“ wird die weltweit einzige Agentur eröffnet, in der Schüler ihre Heldentaten anbieten und dadurch andern helfen können. „Helden, das sind diejenigen, die Gutes für andere tun und nicht für sich selber“, definiert Jules Buchholtz das Konzept, das sie selber entwickelt hat. Als Theaterlehrerin und Regisseurin hat sie bereits in Jena ein ähnliches Projekt begleitet, das sie nun auch in die dritten Klassen der Grundschule nach Eilbek bringen möchte. Was aber kann man dort in der Agentur nun eigentlich genau buchen? Die Heldenagentur soll ein Ort werden, an den man sich wenden kann, wenn man für irgendeinen Lebensbereich Unterstützung braucht. Vielleicht ist man alt, kann nicht mehr so gut sehen, und möchte gern ein Gedicht vorgelesen bekommen. Kein Problem für die modernen Helden der Schule Richardstraße. Vielleicht ist es eine Einkaufstasche, die nach Hause getragen soll, Blumen, die während der Urlaubszeit gegossen werden müssen oder einfach ein nettes Gespräch über das Leben. Die Heldenagentur ist somit eine Art Sammelstelle, wo das zusammengetragen wird, was im Viertel gebraucht wird. Die Kinder-Agenten übernehmen dabei nicht alle anfallenden Arbeiten selber, sondern sind auch Vermittler zwischen Dienstleistungssuchenden und denjenigen, die diese leisten können. Als Quartiersagenten spüren die Schüler im Stadtteil den Bedarf auf, entwickeln Lösungsansätze und setzen diese auch zusammen mit Dritten in die Tat um. Was die Heldenagentur unbedingt braucht, um im Oktober starten zu können, sind Räume, in denen sie die Aufträge entgegennehmen kann. „Das dürfte bei dem derzeitigen Ladenleerstand in der Wandsbeker Chaussee eigentlich kein Problem sein“, meint auch Uwe Becker von den Eilbeker Stadtteilgesprächen, der zusammen mit vielen anderen dieses Projekt unterstützt. Fakt ist aber, dass es bisher kein konkretes Angebot gegeben hat und deshalb sind die angehenden Helden dankbar für jeden Tipp, der sie in Sachen Agenturraum weiterbringen könnte. Moderne Helden, die Gutes tun und die Möglichkeiten aufspüren, wo geholfen werden kann, die wird es dann demnächst in Eilbek geben. (kg)

Jules Buchholtz, mail: buchholtz.jules@googlemail.de
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